Biotopverbund Offenland Nürtingen: Stadt Nürtingen

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leuchtend.

In der dunklen Jahreszeit zeigt sich Nürtingen von seiner leuchtenden Seite.

strahlend.

Die Streuobstwiesen rund um Nürtingen bieten auch im Winter manch strahlenden Moment.

kontrastreich.
lebendig.

In über 200 Vereinen garantieren Zwei- wie Vierbeiner für abwechslungsreiche und manch tierische Begegnungen.

entdeckenswert.

Römer und Kelten besiedelten einst das Nürtinger Gebiet. Noch heute sind Spuren von ihnen sichtbar.

sehenswert.

Das Stadtbild Nürtingens und seiner Stadtteile ist durch zahlreiche Brunnen geprägt. Bei einem gemütlichen Stadtbummel eröffnen sich manch neue Perspektiven darauf.

bewegend.
Badespaß im Freibad, gemütlicher Einkaufsbummel oder Tagesausflug ins nahe Grün der Umgebung: Nürtingen ist ein idealer Ausgangspunkt für die sommerliche Freizeitgestaltung.
entspannend.
Einkaufen, Schlemmen, der nachmittägliche Kaffee mit Kuchen oder die Kugel selbst gemachtes Eis: In Nürtingens Zentrum können Sie all das ohne die Hektik einer Großstadt genießen.
lebendig.
Badespaß im Freibad, gemütlicher Einkaufsbummel oder Tagesausflug ins nahe Grün der Umgebung: Nürtingen ist ein idealer Ausgangspunkt für die sommerliche Freizeitgestaltung.
sehenswert.

Vom Turm der 48 Meter hohen Stadtkirche St. Laurentius bietet sich ein Panoramablick über die Stadt, das Neckartal und den Albtrauf.

zentral.

Das Rathaus und das Technische Rathaus mit dem Riegerhaus sind zentrale Anlaufstellen und offen für alle Belange der Bürgerinnen, Bürger sowie Besucher unserer Stadt.

sehenswert.

Zahlreiche lauschige Winkel warten darauf, von Ihnen entdeckt zu werden.

Herzlich Willkommen im Themenbereich
Nürtingen für
Biotopverbund Offenland Nürtingen

Hauptbereich

Verbundene Landschaft – Lebendige Vielfalt

In Baden-Württemberg sind knapp die Hälfte der Biotoptypen – vom Moor bis zur Streuobstwiese – gefährdet. Das hat zur Folge, dass die Bestände von 40 Prozent aller Tier- und Pflanzenarten bedroht sind. Die Ursache für diesen Rückzug der Natur liegt auf der Hand: Durch den Straßen- und Siedlungsbau verliert Baden-Württemberg täglich Flächen in der  Größe  von  siebeneinhalb  Fußballfeldern! Damit werden auch viele naturnahe Lebensräume zerstört, die für Tiere und Pflanzen überlebenswichtig sind.  Die Stadt Nürtingen wirkt dem entgegen. Sie ist Modellkommune im landesweiten Projekt „Biotopverbund Offenland“ des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Landesverband Baden-Württemberg e. V. Gefördert wird das Modellprojekt durch das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg. Ziel des Projektes ist es Lebensräume für Tiere und Pflanzen zu verbessern, neu zu schaffen und miteinander zu verbinden. So entstehen „Netze des Lebens“. Diese fördern die Vielfalt von Tieren Pflanzen und führen zu einer höheren Lebensqualität – auch für uns Menschen.
Damit das gelingt ist die Mitwirkung vielfältiger Akteure gefragt:
  • Gemeindeverwaltung und Gemeindegremien;
  • Untere Naturschutz-, Forst- und Landwirtschaftsbehörde;

  • Bewirtschafter/innen und Flächeneigentümer/innen;

  • Naturschutz- und andere Verbände;

  • Bürger/innen und Bürger.

Woran zeigt sich Biotopverbund in Nürtingen?

Nürtingen liegt auf einer überregional bis international bedeutsamen Verbundachse für Anspruchstypen des mittleren Offenlandes, die von Südwesten nach Nordosten entlang des Albvorlandes verläuft. Diese großräumigen Verbundbeziehungen sind gerade vor dem Hintergrund des Klimawandels wichtig. Die Stadt Nürtingen strebt daher eine ökologische Verbesserung der Landschaft im gesamten Raum von Nürtingen an. Gut zu wissen: Biotopverbund auf privaten Flächen ist freiwillig!

In 2018 und 2019 setzen Stadt Nürtingen und BUND zusammen mit weiteren Akteuren mehrere Biotopverbundmaßnahmen um. Diese dienen anderen Gemeinden und Städten als Vorbild und haben innerhalb Nürtingens eine Vorreiterrolle für zukünftige Biotopverbundmaßnahmen. Beispiele hierfür lesen Sie hier:

Trockenmauern sanieren:

Trockenmauern nützen nicht nur den Sonnenplätze liebenden Zauneidechsen und Wildbienen als Lebensstätte. Sondern in Hanglagen schützen sie den Boden vor dem Abrutschen und sie machen den unverwechselbaren Charakter unserer Kulturlandschaft aus. Am Grubberg in Nürtingen-Oberensingen sind viele Trockenmauern verfallen und von Brennesseln und Gräsern bewachsen. Dadurch werden sie beschattet, feucht und erfüllen die oben genannten Funktionen nicht mehr. In Zusammenarbeit mit den Naturschutzverbänden BUND und NABU fördert die Stadt Nürtingen die Sanierung der Mauern.

Biodiversität in der Feldflur fördern:

Der Nordwesten Nürtingens ist als intensives Ackerbaugebiet mit Sonderkulturen, wie Erdbeeren und Spargel bekannt. Ziel ist es hier blüten- und wildpflanzenreiche Trittsteine zu entwickeln, die eine höhere Arten- und Individuenzahl von Insekten, wie Faltern und Heuschrecken ermöglichen. Diese können zusammen mit den Pflanzensamen bedrohten Feldvogelarten, wie der Feldlerche, der Grauammer oder dem Rebhuhn als Nahrung dienen. Landwirte und Landwirtinnen, die der Natur ein Stück zurückgeben wollen, stellen hierfür eigene Flächen zur Verfügung. Gut zu wissen: Wenn Sie Grünland oder Acker besitzen oder bewirtschaften, können Sie unter bestimmen Voraussetzungen einen finanziellen Ausgleich erhalten, wenn Sie zum Beispiel Ackerrandstreifen und Wegränder ungespritzt lassen oder Brachflächen entwickeln. Sprechen Sie uns an, wenn Sie Interesse an der naturnahen Gestaltung Ihrer Flächen haben!

Wiedervernässung einer ehemaligen Feuchtwiese:

Entlang des Humpfenbachs wurden bereits Anfang 2018 Senken angelegt und der Bach wurde in die Fläche übergeleitet. So erhält die Wiese ihre ursprüngliche Funktion als Feuchtwiese zurück. Die Fläche wird neu eingesät und kann sich als Lebensraum für Tiere entwickeln die wie die Sumpfschrecke auf feuchte Standorte angewiesen sind.

Aktuelles

Hier (PDF-Datei) gelangen Sie zur anschaulichen Abschlussbroschüre des BUND über den Biotopverbund Offenland.

Den Imagefilm zum Projekt können Sie hier sehen.

Zur Umsetzung weiterer Biotopverbundmaßnahmen werden derzeit mehrere Trockenmauersanierungen in Reudern, Neckarhausen und Oberensingen vorbereitet.

 

Biotopverbundplanung

Die Biotopverbundplanung bietet einen Überblick über den Zustand der Natur in Nürtingen. Sie schlägt Maßnahmen vor, die die Natur weiterentwickeln und pflegen. Damit schafft sie auch eine Voraussetzung für ein attraktives Wohnumfeld im Sinn der Naherholung. Außerdem empfiehlt sie ein Maßnahmen-Bündel, das sinnvolle Maßnahmen für den Ausgleich von Eingriffen darstellt. 

Grundlage für die Umsetzung der Biotopverbundmaßnahmen in Nürtingen ist die Biotopverbundplanung (PDF-Datei), die im Jahr 2017 durch die Gruppe für ökologische Gutachten (GÖG) entwickelt wurde. Parallel fanden Runde Tische und Geländebegehungen statt. Diese luden Expert*innen vor Ort ein, ihr Wissen und ihre Ortskenntnis in die Planung einzubringen. Beteiligt waren Vertreter*innen aus den Bereichen Landwirtschaft, Behörden, Verwaltung, Verbände und Hochschule.

Kleine Maßnahmen – große Wirkung. Das können Sie als Bürger/in tun

Einen Biotopverbund planen, umsetzen und langfristig sichern – das gelingt am besten, wenn sich viele Menschen dafür engagieren!

  • Setzen Sie sich für den Biotopverbund vor Ihrer Haustür ein. Asphalt und Beton, chemische Pflanzenschutz- und Düngemittel schaden dem Biotopverbund innerorts und außerorts.
  • Schaffen Sie Räume für Naturerfahrung für Groß und Klein, denn auch diese kommen dem Biotopverbund zugute. Legen Sie zum Beispiel mit einer Kindergruppe einen Naturgarten an und staunen Sie gemeinsam über Schmetterlinge, Siebenschläfer & Co.
  • Machen Sie Ihren Garten zum Naturgarten. Lassen Sie Reisighaufen als Unterschlupf für Kleintiere liegen und überlassen Sie so viel Fläche wie möglich einheimischen Pflanzen.
  • Frieden Sie Ihren Garten mit Natursteinen oder Hecken aus hiesigen Gehölzen ein. Dann kann auch Ihr Garten Teil des Biotopverbunds werden!
  • Unterstützen Sie Bauernhöfe, die mit Rücksicht auf Tiere und Natur wirtschaften, indem Sie ihre Produkte kaufen.

Ein Projekt des BUND Baden-Württemberg e. V.

Ein Projekt des BUND Baden-Württemberg e. V.

Gefördert durch: Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg.

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