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Stadtgeschichte

Stadtgeschichte

Nürtingen in der Geschichte

1046 wird Nürtingen erstmals urkundlich erwähnt, jedoch weisen Reihengräberfunde darauf hin, dass die Ursprünge des Orts schon Jahrhunderte früher liegen. Wie aus der alemannischen Siedlung "Niuwiritingen" die heutige Stadt Nürtingen wurde, können Sie hier in einigen Stationen verfolgen.

  • 6./7. Jahrhundert: Herkunft des Ortsnamens (Niuwirit-ingen: "bei den Leuten des Niuwirit") und Reihengräberfunde weisen Nürtingen als frühe alemannische Siedlung aus.
  • 1046: Erste urkundliche Erwähnung Nürtingens (Kaiser Heinrich III. schenkt dem Domkapitel Speyer die "curtis nomine Niuritingin".)
  • Um 1335: Erhebung Nürtingens zur Stadt durch die Grafen von Württemberg; Nürtingen wird Sitz eines Amtes.
  • Seit 1421: Sitz württembergischer Witwen im Nürtinger Schloss bis ins 17. Jahrhundert
  • 1526: Errichtung des städtischen Spitals, das bald zum reichsten im Herzogtum Württemberg wird.
  • 1602: Erster Nachweis eines Maienfestes der Schüler, Vorläufer des bis heute begangenen Nürtinger Maientages
  • 1634: Eroberung und Verwüstung der Stadt im Dreißigjährigen Krieg. Der anschließenden Pest fällt die Hälfte der Einwohnerschaft zum Opfer.
  • 1750: Ein Stadtbrand zerstört 133 Gebäude der Stadt. Der anschließende Wiederaufbau prägt bis heute stark die Innenstadt Nürtingens.
  • 1783/84: Friedrich Hölderlin und Friedrich Wilhelm Joseph Schelling besuchen die renommierte Nürtinger Lateinschule.
  • 1783: Gründung der ersten württembergischen Realschule in der Stadt
  • 1816: Anfänge des ersten Industriebetriebes. Erst ab den 1880er Jahren jedoch Durchbruch der Industrie auf breiter Front (Strickwaren, Maschinenbau, Holz- und Korkwaren, Zementwerk)
  • 1919: Eingemeindung von Oberensingen
  • 1948: Durch die Aufnahme zahlreicher Heimatvertriebener erhöht sich die Einwohnerzahl Nürtingens von 10.000 (1936) auf fast 17.000.
  • Ab 1966: Bau des neuen Stadtteils Rossdorf (heute mehr als 4.000 Einwohner)
  • 1973/74: Eingliederung von Hardt, Neckarhausen, Raidwangen, Reudern und Zizishausen

Literatur zur Stadtgeschichte

  • Jakob Kocher, Geschichte der Stadt Nürtingen, 3 Bde., Stuttgart 1924-1928 (ND Nürtingen 1979).
  • Heimatbuch des Kreises Nürtingen, hrsg. von Hans Schwenkel, Bd. 2, Würzburg 1953, S. 775 - 923.
  • Nürtingen 1918-1950. Weimarer Republik, Nationalsozialismus, Nachkriegszeit, hrsg. von Reinhard Tietzen, Nürtingen/Frickenhausen 2011
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