Forstwesen & Jagd
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Jagd
Jagdgenossenschaft Nürtingen - Ausschreibung Jagdbögen
Im Jagdbezirk Nürtingen werden die Jagdbögen I bis VI für den Zeitraum vom 01.04.2027 bis zum 31.03.2033 neu verpachtet.
Die Ausschreibung sowie weitere Unterlagen und Informationen entnehmen Sie bitte den beigefügten Dokumenten. (Geringfügige Anpassungen an den Jagdbögen bleiben vorbehalten.)
Ausschreibung und Vergabe der Jagdbögen I bis VI
Jagdbögen I bis VI – Übersicht
- Anlage 1.0 Jagdbezirk Nürtingen - Jagdbögen I bis VII - Übersicht PDF-Dokument409,95 KB20.08.2026
- Anlage 1.1 Jagdbezirk Nürtingen - Jagdbogen I PDF-Dokument5,30 MB20.08.2026
- Anlage 1.2 Jagdbezirk Nürtingen - Jagdbogen II PDF-Dokument5,09 MB20.08.2026
- Anlage 1.3 Jagdbezirk Nürtingen - Jagdbogen III PDF-Dokument4,30 MB20.08.2026
- Anlage 1.4 Jagdbezirk Nürtingen - Jagdbogen IV PDF-Dokument4,35 MB20.08.2026
- Anlage 1.5 Jagdbezirk Nürtingen - Jagdbogen V PDF-Dokument3,94 MB20.08.2026
- Anlage 1.6 Jagdbezirk Nürtingen - Jagdbogen VI PDF-Dokument3,40 MB20.08.2026
Jagdpachtvertrag - Muster
Jagdpacht - Berechnung inklusive anteiliger MwSt. für Eigenjagd
Forstwesen
Brennholzverkauf
Die Onlinebestellzeit für 2025/2026 Brennholz ist beendet. Bei Interesse kann Brennholz direkt bei Herr Auracher per Mail angefragt werden.
Bedingungen PDF-Dokument82,98 KB30.09.2025 zur Aufarbeitung des Brennholzes.
Klimaangepasstes Waldmanagement: Langjährige Förderung für den Nürtinger Stadtwald
NÜRTINGEN (nt) Die Stadt Nürtingen erhält voraussichtlich für die Dauer von 20 Jahren finanzielle Zuwendungen aus dem Förderprogramm „Klimaangepasstes Waldmanagement“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Für das Jahr 2024 und die kommenden neun Jahre beträgt die Förderung für den Stadtwald 108.000 Euro. Um diese Förderung zu erhalten, müssen übergesetzliche Kriterien für den Erhalt, die Entwicklung und die Bewirtschaftung von Wäldern nachweislich eingehalten werden, die die Wälder resilienter gegen die Folgen des Klimawandels machen sollen. Jedes Jahr muss die Förderung mit einer Bestätigung, dass die Zuwendungsvoraussetzungen weiterhin vorliegen, neu beantragt werden. „Diese Förderung sehen wir als Zeichen der Anerkennung für unsere Bemühungen um eine nachhaltige und zukunftsfähige Forstwirtschaft an“, kommentiert Bernd Schwartz, Leiter des Amtes für Liegenschaften, Wirtschaftsförderung und Bürgerbeteiligung den positiven Förderbescheid.
Vor zwei Jahren erhielt die Stadt Nürtingen bereits eine Waldprämie aus einem Konjunktur- und Zukunftspaket der Bundesregierung in Höhe von 127.100 Euro für die rund 1300 Hektar Stadtwald, welche aufgrund der nachhaltigen Bewirtschaftung zertifiziert sind. Um den aus 86 Prozent Laub- und 14 Prozent Nadelholz bestehenden Wald vor dem Hintergrund der Auswirkungen des Klimawandels künftig als Lebens- und Rückzugsraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten zu bewahren, wird eine auf drei Säulen basierende Strategie umgesetzt: Neben einer den Spielregeln der Natur angepassten Waldwirtschaft werden Biotope mit speziellen Pflegemaßnahmen zur Förderung von Arten- und Lebensgemeinschaften mit besonderen Ansprüchen ausgewiesen. Außerdem wird der Anteil an absterbenden Bäumen systematisch erhöht und somit ein flächendeckendes Netz an Miniaturwäldern geschaffen, das nicht bewirtschaftet, sondern dem natürlichen Zerfall überlassen wird.
Diese Maßnahmen decken bereits einige der 12 Kriterien ab, welche erfüllt werden müssen, um in den Genuss der Förderung „Klimaangepasstes Waldmanagement“ zu kommen. Dazu zählen unter anderem auch die Stilllegung von fünf Prozent der Betriebsfläche für die Dauer von 20 Jahren, um eine natürliche Waldentwicklung zu gewährleisten. Im Nürtinger Fall entspricht dies 66,7 Hektar und damit der Größe von rund 93 Fußballfeldern. Daran orientiert sich auch der sonst eher ungewöhnlich lange Zeitraum der Förderung. In der zweiten Dekade wird nur noch diese stillgelegte Fläche gefördert, sodass die Zuwendung dann voraussichtlich noch 6.600 Euro pro Jahr betragen wird.
Vorgeschrieben ist auch der Erhalt von mindestens fünf Habitatbäumen pro Hektar auf der bewirtschafteten Fläche. Im Nürtinger Stadtwald müssen demnach in den kommenden beiden Jahren über 6300 solcher Bäume markiert und erfasst werden. Habitatbäume sind lebende oder tote, stehende Bäume, welche kleinräumige oder speziell abgegrenzte Lebensräume bieten. Das kann ein Bewuchs mit Flechten sein, oder nach einem Blitzschlag abgelöste Rindenpartien, welche einen Hohlraum bilden, Spechthöhlen, Efeubewuchs oder ein größerer Anteil Totholz in der Baumkrone. „Die Kennzeichnung und der Erhalt dieser Bäume ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die wir aber gerne angehen, um die biologische Vielfalt im Nürtinger Stadtwald zu erhalten und langfristig zu verbessern“, führt Revierleiter Martin Auracher aus.
