Nürtingen aktuell
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40 Jahre festlicher Budenzauber
Erstelldatum14.11.2025
40 Jahre festlicher Budenzauber
Vor 40 Jahren öffnete der Nürtinger Weihnachtsmarkt erstmals seine Pforten. Was mit 20 Buden am Schillerplatz begann, hat sich über die Jahrzehnte hinweg zu einem lauschigen Weihnachtshüttendorf entwickelt, das im Jahr 2004 vor die malerische Kulisse der Stadtkirche St. Laurentius umzog. In den beiden folgenden Jahren wurden weitere Hütten von der Schreiner- und Malerklasse der Philipp-Matthäus-Hahn-Schule und dem städtischen Bauhof gebaut, um die neue Fläche angemessen zu füllen und auch die Nachfrage zu bedienen, denn seine besondere Atmosphäre und das individuelle Angebot an Waren und Speisen sprachen sich herum und so gewann der einstige Geheimtipp rasch über die Stadtgrenzen hinaus an Popularität. Mittlerweile gilt er nach dem Esslinger Weihnachtsmarkt als zweitbeliebtester Markt in der Region. Er verbindet Tradition und Moderne, ist überschaubar und gemütlich und bietet abwechslungsreiche Handwerkskunst statt Massenware. Zum runden Geburtstag lädt der Nürtinger Weihnachtsmarkt mit einigen Neuerungen, Lichterglanz, Glühweinduft und schwäbischer Gemütlichkeit zu einem vorweihnachtlichen Erlebnis für alle Sinne ein.
„Auch wenn die Tradition vergleichsweise jung ist, so kann ich mir Nürtingen ohne Weihnachtsmarkt gar nicht mehr vorstellen. Zusammen mit dem Adventsmarkt zaubert er eine unvergleichliche Stimmung in die Altstadt und weckt bei unseren kleinen wie großen Besucherinnen und Besuchern große Vorfreude auf Weihnachten“, erklärt Oberbürgermeister Dr. Johannes Fridrich. Zum 40. Jahrestag erweist sich der Nürtinger Weihnachtsmarkt mehr denn je als strahlender Mittelpunkt in der Adventszeit. Vom 5. bis 14. Dezember 2025 können Besucherinnen und Besucher täglich ab 11 Uhr den Weihnachtszauber am Fuße der Stadtkirche voller Lichterglanz, Lebkuchenduft und strahlenden Gesichtern erleben. An 32 Buden präsentieren 47 Beschicker, von denen sechs ihr Debüt in Nürtingen geben, ihre von Hand gefertigten Waren. Die breit gefächerte Palette reicht hierbei von Holzschnitzereien und Kerzen über Glasbläsereien bis zu Schmuckdesign und Saunahüten. Wer auf der Suche nach einzigartigen Weihnachtsgeschenken ist, wird hier sicherlich fündig.
Ein besonderes Kennzeichen des Nürtinger Weihnachtsmarktes ist die Teilnahme von ehrenamtlichen Beschickern, welche die Weihnachtshütten pachtfrei von der Stadt überlassen bekommen. In diesem Jahr sind es insgesamt 13 Vereine, Schulen, Kindergärten oder Organisationen und auch wieder die Auszubildenden der Stadtverwaltung, die mit eigenen Basteleien oder Selbstgebackenem Präsenz zeigen. „Das Ehrenamt ist in Nürtingen fest verankert und hat auch auf dem Weihnachtsmarkt seinen festen Platz. Es verleiht dem Markt eine zusätzliche persönliche Note, auf die wir großen Wert legen“, führt Organisatorin Katja Luz vom Stadtmarketing aus. Und diese Note bringt im Jubiläumsjahr eine neue Gaumenfreude mit sich: Erstmals gibt es geräucherte Forellen zum Mitnehmen im Angebot.
Apropos Kulinarik: Diesbezüglich kann man auf dem Nürtinger Weihnachtsmarkt eine kleine Reise um die Welt machen. Von ungarischem Lángos über elsässische Flammkuchen bis hin zu ukrainischen Piroggen und syrischen Baklava locken vielfältige Gerichte und Aromen zum Genießen. Natürlich fehlen auch die heimischen Klassiker nicht: duftende gebrannte Mandeln, heißer Winzerglühwein aus der Region, Krautschupfnudeln, Kartoffelsuppe oder die rote Wurst vom Grill. Die internationale Vielfalt der Leckereien macht den Markt somit auch zu einem kleinen Fest für Genießer.
Alle Blicke auf sich ziehen dürfte der nostalgische Weihnachtsschlitten, der im Zentrum des Marktgeländes beim Weihnachtsbaum steht und als Foto-Point dienen soll. „Wir haben den Schlitten eigens zum Jubiläumsjahr beim Freilichtmuseum Beuren erworben und die Kollegen des Bauhofs haben dazu ein Elchgespann angefertigt. An jedem Tag wollen wir an dieser Stelle mit besonderen Aktionen den Weihnachtsmarkt-Geburtstag feiern“, erläutert Gabriele Frisch vom Stadtmarketing. Dazu zählen unter anderem eine Fotosession mit OB Fridrich, eine Vorlesestunde, eine Wunschzettel-Aktion mit dem Christkind, ein Glücksrad oder ein Konzert zum Mitsingen.
Das Rahmenprogramm hat aber noch viel mehr zu bieten: Auf himmlische Begegnungen darf sich freuen, wer einen Blick in die Stadtkirche wirft, denn dort empfangen verschiedene Engelfiguren und Krippen die Besucherinnen und Besucher. Eine gute weihnachtliche Tradition ist auch die Modelleisenbahnausstellung der Eisenbahnfreunde Nürtingen, die am Sonntag, 7. Dezember in der Mensa der Mörikeschule zu besichtigen ist. Nicht fehlen darf auch das Stockbrotbacken an der Feuertonne, das am Donnerstag, 11. Dezember von 17 bis 20 Uhr stattfindet.
Prominenten Besuch gibt es an vier Tagen, an denen der Nikolaus höchstpersönlich den Nürtinger Weihnachtsmarkt besucht. Und wer dem NürTiger bislang noch nicht begegnet ist, der sollte die Gelegenheit nutzen und am Samstag, 13. Dezember vorbeischauen, wenn die plüschige Großkatze von 15.30 Uhr bis 16.30 Uhr eine Autogrammstunde gibt. Um den eigenen Besuch auf dem Nürtinger Weihnachtsmarkt standesgemäß auf Social Media zu dokumentieren, ist wieder ein Selfie-Point eingerichtet.
Weihnachten wäre ohne stimmungsvolle Lieder sicherlich nur halb so schön. Daher kann sich auch das musikalische Begleitprogramm buchstäblich hören lassen. So untermalt unter anderem das Blechbläserensemble der Musik- und Jugendkunstschule den Weihnachtsmarkt-Bummel am Samstag, 6. Dezember. Am selben Tag stimmt Ruth Sabbadino mit ihrer Band ab 19 Uhr jazzige Weihnachtsklänge an. Der KidsMix der Mörikeschule intoniert am Dienstag, 9. Dezember und der Chor der Theodor-Eisenlohr-Schule am Donnerstag, 11. Dezember beliebte Weihnachtslieder. Und wenn an den Festtagen vielleicht nicht alle Wünsche in Erfüllung gehen, so klappt es garantiert am Abschlusstag des Weihnachtsmarkts mit einem musikalischen Wunsch auf der Drehorgel.
Der Nürtinger Weihnachtsmarkt bietet aber nicht nur Leckerbissen für den Gaumen und das Ohr, sondern wartet auch wieder mit sehenswerter Dekoration auf. Das Entrée am Lammbrunnen und in der Kirchstraße ist wieder flankiert von vielen kleinen Tannenbäumen, die zum Jubiläumsjahr von Kindergärten, Schulen und Seniorenheimen unter dem Motto „40 Jahre Weihnachtsmarkt - Baumschmuck früher und heute“ verziert wurden.
Anziehungspunkt für die kleinen Besucherinnen und Besucher dürfte sicherlich wieder das Karussell sein, das diesmal im Hof der Kirche seine Runden dreht. Kindergartengruppen dürfen zum halben Preis fahren. Und Kinder mit Beeinträchtigung dürfen sogar kostenlos eine Runde drehen.
Am zweiten Wochenende steuert die Nürtinger Weihnacht auf ihren Höhepunkt zu, denn die Gassen der Altstadt dürften am Samstag, 13. Dezember und Sonntag, 14. Dezember wieder aus allen Nähten platzen, wenn im Rahmen des Adventsmarkts die schwedische Lichterkönigin Lucia mit ihrem Gefolge durch die Altstadt bis zur Stadtkirche zieht. Der Adventsmarkt lockt an beiden Tagen jeweils von 11 bis 20 Uhr in die Altstadt und in den Innenhof der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU), wo unter anderem ein Einblick in die Kunst des historischen Buchdrucks gewährt wird.
Der Schwabe wird angeblich mit 40 Jahren klug. Der Nürtinger Weihnachtsmarkt dagegen bleibt auch bei diesem runden Geburtstag seiner Linie treu. Er bietet Geschenkideen, Spaß und Genuss für alle Generationen, bewahrt traditionelle Bräuche sowie seinen Hang zur Regionalität und Individualität unter Einbezug moderner Elemente. Also Bühne frei für zehn Tage stimmungsvolle Vorweihnachtsfreude.
Das komplette Programm mit einer Übersicht über die Marktstände finden Sie hier.
