Demokratieförderung und Extremismusprävention
Demokratieförderung und Extremismusprävention
Wir fördern Demokratie!
Bezugnehmend auf den einstimmigen Beschluss im Kultur-, Schul-, und Sozialausschuss vom 12.10.2020 zur Erstellung einer Präventionsstrategie und dem damit einhergehenden Auftrag hat sich die Stadtverwaltung Nürtingen zum Ziel gesetzt, in Kooperation verschiedenen Bildungseinrichtungen, Wohlfahrtsverbänden und Vereinen der Stadtgesellschaft Projekte und Maßnahmen zur Förderung von Demokratie und Vielfalt sowie zur Prävention von Extremismus aller Ausprägungen umzusetzen. Da für die nachhaltige Umsetzung unterschiedlicher Vorhaben in diesem Bereich eine strukturelle Verankerung der Themengebiete unerlässlich ist, wurde im Integrationsbüro der Stadt Nürtingen eine feste Anlaufstelle eingerichtet, die in Form eines Rundes Tisches regelmäßig tagt.
Der Runde Tisch für Demokratieförderung und Extremismusprävention ist ein Gremium zur Informationsweitergabe und zum Austausch seiner Mitglieder über relevante Sachverhalte aus den Themenbereichen Demokratieförderung und Extremismusprävention. Zudem ist er Initiator und Hauptveranstalter der Internationalen Wochen gegen Rassismus (IWgR), die 2023 zum ersten Mal in Nürtingen stattgefunden haben. Im März 2024 konnte der Runde Tisch die IWgR unter dem Motto "Menschenrechte für alle" mit dreizehn Kooperationspartnern und insgesamt vierzehn Veranstaltungen zum zweiten Mal erfolgreich in Nürtingen umsetzen. Im Jahr 2026 sollen die Internationalen Wochen gegen Rassismus erneut viele Besucherinnen und Besucher anlocken.
Zur Fortbildung der Mitglieder des Runden Tischs werden regelmäßig Expertinnen und Experten zu den Sitzungen eingeladen. Die Mitglieder wirken wiederum als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren für die Themen Demokratieförderung und Extremismusprävention in ihren jeweiligen Arbeitsbereichen. Am Runden Tisch nehmen Fachkräfte verschiedener Institutionen und Organisationen sowie Vertreterinnen und Vertreter von Vereinen mit Bezug zur Thematik teil. Eine Teilnahme interessierter Privatpersonen ist ausgeschlossen. Derzeit sind folgende Institutionen am Runden Tisch vertreten: Integrationsbüro der Stadt Nürtingen, Kinder- und Jugendreferat der Stadt Nürtingen, Ausländerbehörde der Stadt Nürtingen, Stadtjugendring, Jugendbüro Nürtingen, Jugendhaus am Bahnhof, BruderhausDiakonie, Kreisdiakonieverband, Evangelische Kirche, Katholische Kirche, Trägerverein Freies Kinderhaus, NFANT (Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe), Polizeipräsidium Reutlingen, Mörikeschule, Musik- und Jugendkunstschule. Die Sitzungstermine können gerne im Integrationsbüro unter integrationsbuero(@)nuertingen.de angefragt werden.
Seit dem Jahr 2024 unterstützt die Stadt Nürtingen die Arbeit der Antidiskriminierungsstelle Esslingen (ADES) und bezuschusst diese Arbeit finanziell. Im Herbst 2024 fanden zwei ADES-Fortbildungen zur diskriminierungssensiblen Sprache und Haltung für Verwaltungsmitarbeitende statt. Auch in der Förderperiode 2025 und 2026 wird die Kooperation fortgesetzt. Damit ist ein weiterer Schritt zur interkulturellen Öffnung von Verwaltung und Institutionen sowie zur Verankerung von Antidiskriminierung getan.
Jedes Jahr berichtet die Integrationsbeauftragte im sogenannten Sachbericht Integrationsbüro mit Bericht Extremismusprävention über die aktuellen Tätigkeiten, Aufgaben und laufenden Projekte des Integrationsbüros, im Kultur-, Schul- und Sozialausschuss der Stadt Nürtingen. Die Berichte sind öffentlich einsehbar im Rats- und Bürgerinformationssystem der Stadt.
Übersicht der Beratungsstellen
Beratungsstellen für Ausstiegswillige
Beratungsstellen für Ausstiegswillige
EXIT-Deutschland
Berät und unterstützt Ausstiegswillige mit rechtsextremistischem Hintergrund. EXIT-Deutschland ist eine Initiative, die Menschen hilft, die mit dem politischen sowie ideologisch-religiösen, gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung gerichteten Extremismus brechen und sich ein neues Leben aufbauen wollen. Angehörige können sich ebenfalls an EXIT-Deutschland wenden.
EXIT-Deutschland - Ausstieg aus dem Rechtsextremismus
HAYAT-Deutschland
HAYAT-Deutschland berät Ausstiegswillige mit salafistischem/islamistischem Hintergrund und deren Angehörige. Die Beratungsstelle richtet sich bundesweit an Angehörige von Personen, die sich salafistisch radikalisieren/radikalisiert haben oder sich dem militanten Jihadismus anschließen wollen oder sich angeschlossen haben, mit dem Ziel, die Angehörigen zu unterstützen, um Möglichkeiten unterstützender Deradikalisierungsmaßnahmen zu erschließen.
Konex: Kompetenzzentrum gegen Extremismus in Baden-Württemberg
Gemeinsam mit seinen Netzwerkpartnern bietet Konex einer breiten Zielgruppe Unterstützung und Beratung gegen religiös und politisch motivierten Extremismus. Ziel ist die Vorbeugung von Extremismus und die Deradikalisierung von Extremistinnen und Extremisten. Menschen mit extremistischem Hintergrund sollen mit konkreten Unterstützungshilfen beim Ausstieg aus der Szene begleitet werden.
Ausstiegsberatung für politisch und religiös motivierten Extremismus - konex BW
ZEBRA BW
ZEBRA BW bietet eine religiös neutrale und vom Kultusministerium Baden-Württemberg geförderte Beratung für Menschen, die Orientierung auf dem Markt der Weltanschauungen suchen. Ziel ist es, Menschen zu unterstützen, die Fragen zu diversen Gruppierungen, sogenannten Sekten und esoterischen Angeboten haben. ZEBRA ist Ansprechpartner für religiöse Gruppierungen, Betroffene, Angehörige, Aussteiger, Ämter und Institutionen und Schulen.
Grüner Vogel e.V.
Die Beratungsstelle Leben des Vereins Grüner Vogel e.V. berät zu Distanzierung, Deradikalisierung und Reintegration im Kontext von Jihadismus und politischem Salafismus. Das Beratungsangebot richtet sich sowohl an Menschen aus dem sozialen Umfeld sich radikalisierender Personen als auch direkt an distanzierungswillige Personen selbst.
Das multiprofessionelle Team verfügt über langjährige Beratungserfahrung im Themenfeld. Das Beratungsangebot ist vertraulich, kostenlos, mehrsprachig, kultursensibel und offen für alle Ratsuchenden. Grüner Vogel e.V. wird durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gefördert.
Beratungsstellen für Angehörige
Beratungsstellen für Angehörige
Beratungsstelle Radikalisierung des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF)
ErsteAnsprechstelle, wenn Sie Sorge haben, dass sich ein Mensch in Ihrem Umfeld religiös radikalisiert oder wenn Sie Fragen zum Thema haben. Ziel ist es, den besorgten Mitmenschen zu helfen, die Situation richtig einzuschätzen. Falls die Gefahr einer Radikalisierung besteht, unterstützen die Beratungsstelle dabei, Ihren Freund, Ihr Kind, Ihre Schülerin oder Angestellte zurück in den Freundeskreis, die Familie, in die Klasse, ins Team zu holen. Die Beratung ist kostenlos und vertraulich. Auf Wunsch wird einen Ansprechpartner vor Ort vermittelt, der Sie individuell berät und mit praktischen Tipps zum Umgang mit Ihrem Kind, Ihrem Freund oder Ihrer Schülerin begleitet.
Beratungsstelle Radikalisierung
RuF: Fachstelle Rechtsextremismus und Familie
Die Beratung richtet sich an Personen, die in ihrer Familie oder innerhalb ihres familiären Kontextes mit Themen des Phänomenbereichs Rechtsextremismus konfrontiert sind. Sie können sich an die Fachstelle Rechtsextremismus du Familie (RuF) wenden, wenn beispielsweise Ihr Lebenspartner, Ihre Geschwister, Großeltern, Kinder, Eltern oder andere Personen in Ihrem nahen sozialen Umfeld rechtsextremes und menschenfeindliches Verhalten zeigen, sich entsprechend äußern, sich in zugehörigen Kontexten bewegen oder sie hierzu eine fachliche Einschätzung benötigen.
Rechtsextremismus und Familie – Fachstelle Rechtsextremismus und Familie
Konex Kompetenzzentrum gegen Extremismus in Baden-Württemberg
Gemeinsam mit seinen Netzwerkpartnern bietet Konex einer breiten Zielgruppe Unterstützung und Beratung gegen religiös und politisch motivierten Extremismus. Ziel ist die Vorbeugung von Extremismus und die Deradikalisierung von Extremistinnen und Extremisten. Menschen mit extremistischem Hintergrund sollen mit konkreten Unterstützungshilfen beim Ausstieg aus der Szene begleitet werden. Angehörige von radikalisierten Personen werden ebenfalls umfassend beraten. Konex bietet Beratung in allen relevanten Extremismusbereichen an.
Hilfe für Angehörige und Fachkräfte radikalisierter Personen - konex BW
ZEBRA BW
ZEBRA BW bietet eine religiös neutrale und vom Kultusministerium Baden-Württemberg geförderte Beratung für Menschen, die Orientierung auf dem Markt der Weltanschauungen suchen. Ziel ist es, Menschen zu unterstützen, die Fragen zu diversen Gruppierungen, sogenannten Sekten und esoterischen Angeboten haben. ZEBRA ist Ansprechpartner für religiöse Gruppierungen, Betroffene, Angehörige, Aussteiger, Ämter und Institutionen und Schulen.
Grüner Vogel e.V.
Die Beratungsstelle Leben des Vereins Grüner Vogel e.V. berät zu Distanzierung, Deradikalisierung und Reintegration im Kontext von Jihadismus und politischem Salafismus. Das Beratungsangebot richtet sich sowohl an Menschen aus dem sozialen Umfeld sich radikalisierender Personen als auch direkt an distanzierungswillige Personen selbst.
Das multiprofessionelle Team verfügt über langjährige Beratungserfahrung im Themenfeld. Das Beratungsangebot ist vertraulich, kostenlos, mehrsprachig, kultursensibel und offen für alle Ratsuchenden. Grüner Vogel e.V. wird durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gefördert.
Beratungsstellen für Betroffene
Beratungsstellen für Betroffene
ADES Antidiskriminierungsstelle Esslingen
Die Beratungsstelle ADES hilft Menschen dabei, sich gegen Diskriminierung zu wehren und ihre Rechte einzufordern. Die Hilfe erfolgt schnell und professionell. ADES gibt eine erste Einschätzung in Hinblick auf das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz und zeigt mögliche Vorgehensweisen auf. Die Antidiskriminierungsstelle bietet einen geschützten Ort, um über Diskriminierungserfahrungen zu sprechen und informiert Betroffene über ihre Rechte. ADES berät sowohl Ratsuchende als auch indirekt Betroffene wie Angehörige, Freunde oder Zeugen und entwickelt gemeinsam mit ihnen eine Handlungsstrategie. Die Beratung ist vertraulich.
AD-ES – Antidiskriminierungsstelle Esslingen
Beratungsstelle für gleichberechtigte Teilhabe des Verbands Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Baden-Württemberg e.V. (VDSR II BW)
Die Beratungsstelle setzt sich für die sozialen und bürgerrechtlichen Belange von deutschen und nichtdeutschen Sinti und Roma ein. Sie berät in bürgerrechtlichen und aufenthaltsrechtlichen Fragen sowie bei Diskriminierung. Außerdem bietet sie Hilfe bei Behördenangelegenheiten und Unterstützung bei Wohnungsangelegenheiten. Der Verband versteht sich als Vermittlungsinstanz zwischen der Minderheit, Kommunen, Behörden sowie gesellschaftlichen Institutionen und Organisationen. Neben Beratung, Workshops und Fortbildung gibt es auch Empowerment-Angebote.
Leuchtlinie - Beratung für Betroffene von rechter Gewalt in Baden-Württemberg
LEUCHTLINIE ist die Fach- und Beratungsstelle für Betroffene von rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Baden-Württemberg. Sie steht allen Menschen in Baden-Württemberg zur Seite, die von rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt betroffen sind oder Zeugen einer solchen Tat wurden. LEUCHTLINIE unterstützt zum Beispiel bei Angriffen auf die eigene Person, unter anderem durch körperliche Gewalt, aber auch andere Formen von Gewalt wie Bedrohung, Beleidigung, Verleumdung und bei wirtschaftlicher Schädigung. Weiter können Sie sich an LEUCHTLINIE wenden, wenn Sie Betroffene solcher Gewalttaten unterstützen. Die Beratung ist vertraulich und auf Wunsch anonym. Wir beraten unabhängig davon, ob Anzeige erstattet wird oder wurde. Die Beratung von LEUCHTLINIE ist parteilich, das heißt, die Bedürfnisse und die Perspektiven der Betroffenen stehen im Mittelpunkt.
Beratung und Auskunft für Betroffene von rechter Gewalt | Leuchtlinie
OFEK Baden-Württemberg
OFEK berät Opfer von antisemitischer Gewalt und Diskriminierung. Eine Beratung von Angehörigen ist ebenfalls möglich. OFEK berät Einzelpersonen, ihre Familien und Angehörigen sowie Zeugen bei antisemitischer Gewalt und Diskriminierung in der Schule, im Studium, am Arbeitsplatz, in der Nachbarschaft, im persönlichen Umfeld, im Internet oder in Behörden. Die Beratung von Jugendlichen, Familien und Studierenden im Zuge von Vorfällen in der Schule oder im Studium stellt einen wichtigen Schwerpunkt dar.
Beratungsstellen für Fachkräfte
Beratungsstellen für Fachkräfte
Fachstelle mobirex Monitoring | Beratung | Information zur extremen Rechten und Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit in Baden-Württemberg
Die Fachstelle mobirex unterstützt alle, die mit Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus, Antifeminismus und Verschwörungserzählungen konfrontiert sind und dagegen etwas tun möchten. Ziel ist es, demokratische Strukturen zu stärken. Die Angebote der Mobilen Beratung sind vielseitig. mobirex bietet Auskünfte und Informationen zur Einschätzung der Lage vor Ort, informiert, sensibilisiert für Probleme und erarbeitet mit den Ratsuchenden vor Ort passgenaue Handlungsstrategien. Dabei werden regionale und lokale Bedingungen berücksichtigt.
Was wir tun: Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus - Demokratiezentrum Baden-Württemberg
FEX: Fachstelle Extremismusdistanzierung
Die Fachstelle Extremismusdistanzierung (FEX) bietet Beratung und Qualifizierung für Fachkräfte der offenen Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit an. Es gibt Angebote für jugendliche und junge Multiplikatoren, Vorträge und Weiterbildungen für Fachkräfte, Multiplikatorinnen und junge Erwachsene, außerdem Beratung von Fachkräften, Trägern und Projekten bei konkreten Fällen, Konzeptentwicklungen oder strategischen Fragen rund um Distanzierungsarbeit und Demokratieförderung.
FEX konzentriert sich auf die Entwicklung von präventiven Ansätzen im Bereich des politischen und religiös motivierten Extremismus. Ziel ist es, die Handlungskompetenz von (sozial-)pädagogischen Fachkräften und ehrenamtlich Tätigen im Umgang mit radikalisierenden Jugendlichen zu stärken. Fex bietet maßgeschneiderte Strategien und Werkzeuge, um effektiv auf die Herausforderungen des Extremismus reagieren zu können und trägt damit zu einer sichereren und resilienteren Gesellschaft bei.
FEX - Fachstelle Extremismusdistanzierung
Team meX. Mit Zivilcourage gegen Extremismus
Das Team meX bietet Präventionsangebote in den Themenfeldern Rechtsextremismus, islamistischer Extremismus, Antisemitismus und Verschwörungstheorien an. Die Angebote klären über Funktion und Wirkung von Vorurteilen, Formen von Diskriminierung und extremistischen Ideologien auf und bieten Ansätze für zivilcouragiertes Handeln. Neben Projekttagen für Jugendliche und Workshops und Fachvorträgen für Erwachsene führt das Team meX Veranstaltungen zu diesen Themenkomplexen durch.
Das Team meX der Landeszentrale für politische Bildung BW
ufuq.de
ufuq.de arbeitet zu Pädagogik, politischer Bildung und Prävention in der Migrationsgesellschaft. Das (Online-)Portal wendet sich an Fachkräfte der schulischen und außerschulischen Bildungs- und Jugendarbeit und dient dem Wissens- und Erfahrungstransfer zwischen Forschung und Praxis. ufuq.de ist ein anerkannter Träger der freien Jugendhilfe und ist bundesweit Ansprechpartner für Pädagogen, Lehrkräfte und Mitarbeitern von Behörden.
ufuq.de - Pädagogik, politische Bildung und Prävention in der Migrationsgesellschaft
Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage. Vernetzt Schulen im Einsatz für die Menschenwürde. An über 3.000 Schulen ohne Rassismus – Schulen mit Courage sind Schüler aktiv gegen Diskriminierung. Anliegen ist es, gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern sowie deren Pädagoginnen und Pädagogen Foren zu schaffen, die Zeit und Raum bieten, sich mit alltäglichen gesellschaftlichen Phänomenen auseinanderzusetzen.
Schule ohne Rassismus | Schule mit Courage
ZEBRA BW
ZEBRA BW bietet eine religiös neutrale und vom Kultusministerium Baden-Württemberg geförderte Beratung für Menschen, die Orientierung auf dem Markt der Weltanschauungen suchen. Ziel ist es, Menschen zu unterstützen, die Fragen zu diversen Gruppierungen, sogenannten Sekten und esoterischen Angeboten haben. ZEBRA ist Ansprechpartner für religiöse Gruppierungen, Betroffene, Angehörige, Aussteiger, Ämter und Institutionen und Schulen. Die Beratungsstelle bietet auch Informationsmaterial für pädagogische Fachkräfte, Veranstaltungen in Schulklassen, Seminare und Vorträge an.
Online-Meldestellen
Online-Meldestellen
Ob Betroffener, Angehöriger oder Zeuge, hier können Sie Vorfälle schnell und unbürokratisch über ein Kontaktformular melden:
Meldestelle für Antiziganismus: Melde- und Informationsstelle Antiziganismus
Meldestelle für Hetze im Netz: Hetze melden! Gegen Hetze im Netz
RIAS - Meldestelle für Antisemitismus: https://www.report-antisemitism.de/
Kontaktformular des Landesamts für Verfassungsschutz Baden-Württemberg: Kontaktformular Bürgeranfragen - Verfassungsschutz BW
Extremistische Gruppierungen/Vereine in Nürtingen
Identitäre Bewegung Deutschland e.V. (IBD)
Identitäre Bewegung Deutschland e.V. (IBD)
Die „Identitäre Bewegung Deutschland“ (IBD) hat als Zielgruppe in erster Linie junge Erwachsene und vertritt fremden- und islamfeindliche Positionen. Die Verbreitung ihrer Ideologie erfolgt vor allem im Internet und über Banner sowie Plakataktionen. Ihre Anhänger nehmen für sich in Anspruch, vermeintlich lokale, regionale, nationale und europäische Identitäten oder Kulturen zu bewahren. Diese sehen sie durch die Migrationsbewegungen nach Europa und die angebliche „Islamisierung“ des Kontinents bedroht. Auch in anderen europäischen Ländern, etwa in Österreich, gibt es Gruppierungen, die sich als Teil einer europaweiten „Identitären Bewegung“ (IB) verstehen und auf internationaler Ebene zusammenarbeiten.
In Nürtingen:
November 2023: Der Österreicher Martin Sellner war zu einer Lesung in Nürtingen/Landkreis Esslingen zu Gast. Sellner gilt als Kopf der IB im deutschsprachigen Raum.
November 2024: Der zweite „Schwabenkongress“ der IB sollte in Nürtingen/Landkreis Esslingen stattfinden. Die Durchführung des Treffens, das unter dem Motto „Widerstand im Faeserland“ stehen sollte, wurde von den Behörden vor Ort verhindert. (Quelle: Verfassungsschutzbericht LfV 2024)
Türkischer Rechtsextremismus "Graue Wölfe"
Türkischer Rechtsextremismus "Graue Wölfe"
Die "Ülkücü" Bewegung ist eine türkisch-rechtsextremistische Bewegung in Deutschland. Die Bewegung organisiert sich meist in Vereinen. Türkische Rechtsextremisten werden auch "Graue Wölfe" genannt, weil sie das Symbol des "Bozkurt" ("Grauer Wolf") verwenden. In Deutschland gibt es drei türkisch-rechtsextremistische Dachverbände mit mehreren Mitgliedsvereinen in Baden-Württemberg. Die Ideologie der „Grauen Wölfe“ propagiert einen übersteigerten Nationalismus sowie die Vorstellung einer ethnisch einheitlichen Gesellschaft in einem fiktiven großtürkischen Reich namens „Turan“. Das Weltbild beinhaltet ethnische und religiöse Feindbilder und einen starken Antisemitismus. Die menschenfeindliche Ideologie und die Aktivitäten türkischer Rechtsextremisten richten sich gegen die Völkerverständigung und das friedliche Zusammenleben der Völker und begründen den Beobachtungsauftrag des Verfassungsschutzes. (Quelle: Verfassungsschutzbericht LfV 2024)
In Nürtingen:
Der deutsch-türkische Freundschaftverein e.V. (DtfVerein e.V.) in Nürtingen ist ein Mitgliedsverein des türkisch-rechtsextremistischen Dachverbands ADÜTDF (Föderation der Türkisch-Demokratischen Idealistenvereine in Deutschland e.V.).
Islamische Gemeinschaft Millî Görüş e.V. (IGMG)
Islamische Gemeinschaft Millî Görüş e.V. (IGMG)
Die „Islamische Gemeinschaft Millî Görüş e. V.“ (IGMG), die seit den frühen 1970er Jahren in Deutschland besteht, ist die größte und bedeutenste Organisation des legalistischen Spektrums.
Im islamistischen Extremismus spielen legalistische Organisationen eine bedeutende Rolle. Ihr strategisches Vorgehen zielt einerseits auf Teilhabe an der Mehrheitsgesellschaft. Andererseits definieren sie sich über ihre Zugehörigkeit zur muslimischen Weltgemeinschaft (arabisch: „umma“), über deren vermeintliche ethische und moralische Überlegenheit sowie über die Loyalität gegenüber gemeinsamen Werten. In religiöser, kultureller und sozialer Hinsicht sind legalistische Organisationen meist deutlich durch das Herkunftsland geprägt. Sie streben danach, ihre religiösen Normen auf legalem Weg in Politik und Gesellschaft einzubringen und durchzusetzen. Werte und Prinzipien der freiheitlichen demokratischen Grundordnung werden unterminiert – mit dem Ziel, sie langfristig zu überwinden. Ein zentrales Element legalistischer Propaganda ist es, der eigenen Gemeinschaft einzureden, dass sie einer unbestimmten, aber dauerhaften Diskriminierung und Bedrohung durch eine angeblich rassistische und „islamophobe“ Umgebungsgesellschaft ausgesetzt ist. (Quelle: Verfassungsschutzbericht LfV 2024)
In Nürtingen:
Die Mevlana Moschee in Nürtingen (Verein der islamischen Gemeinschaft in Nürtingen und Umgebung e.V.) gehört dem Verband der IGMG an.