Stadt Nürtingen

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Reudern

Von der landwirtschaftlich geprägten Gemeinde zur attraktiven Wohnsiedlung

Reudern liegt auf der Höhe zwischen Nürtingen und Kirchheim/Teck an der B 297. Die Ortschaft ist umgeben von Streuobstwiesen, die nach Westen hin nur durch die Baugebiete im Marbach und im Zittelmann/Fritzle unterbrochen werden. Reudern wurde erstmals im Jahr 1338 urkundlich erwähnt.

Eine Übersicht über die Veranstaltungen finden Sie hier in der pdf-Datei. 

Einwohner (Stand 2014): 2.739
Markungsfläche: 283 ha

Alte Kelter
Alte Kelter
Rathaus Reudern
Rathaus Reudern

Aus der Geschichte von Reudern

In der Gemarkung Reudern wurden bis jetzt keine vorgeschichtlichen Funde gemacht.

Reudern ist sicherlich eine späte, wohl aber grundherrschaftliche Rodesiedlung im westlichen Grenzgebiet der hochadeligen Herrschaft Teck und kam vermutlich mit dem teckischen Anteil von Nürtingen 1299 an die Grafen von Württemberg. Von diesen wurde der Weiler dem neu gebildeten Amt Nürtingen zugeteilt. Das Wort Reudern entstand durch Zusammenführung der Worte Rüder und Roden. Eine erste urkundliche Erwähnung Reuderns gibt es 1338.

Reudern war seit alters her frei von der gewöhnlichen Landsteuer. Ortsadel und Burg fehlen.  

Die grundherrlichen Rechte scheinen im Mittelalter zunächst vorwiegend in der Hand aus­wärtiger teckischer Adelsfamilien gelegen zu haben. Die württembergischen Landesherren besaßen gegen Ende des Mittelalters (um 1475) in Reudern acht Lehnsgüter sowie Geld- und Naturaleinkünfte von weiteren Liegenschaften. Durch Verkäufe und Schenkungen des Adels erwarben im 14. und 15. Jahrhundert die kirch­lichen Anstalten der Nachbarschaft in Reudern Grundeigentum und Einkünfte.   Die Landwirtschaft bildete durch all die Jahrhunderte hindurch den Haupterwerbs­zweig der Einwohner. Der zu Beginn des 20. Jahrhunderts aufgegebene Weinbau am Bölle südwestlich des Ortes ist seit dem Ausgang des Mittelalters bezeugt. Die sogenannte „Gemeinde Bauernschaft“ aus Reudern brachte ihre Trauben zum Keltern in die Nürtinger Stadtkelter. Der neue Wein wurde in den Kellern der Nürtinger Bürger zum späteren Verkauf eingelagert. Nach einem Streit mit Nür­tingen um die Nutzung der Kelter wurde 1817 in Reudern eine eigene Kelter erbaut, die noch erhalten ist.  

Als Waldrodesiedlung zunächst weitläufig angelegt - noch heute wird zwischen Oberweiler und Hinterweiler unterschieden - ist Reudern erst allmählich am Platz um die alte Kirche zu einer geschlossenen Siedlung zusammengewachsen. Während des Dreißigjährigen Krieges war der Ort jahrelang unbewohnt. Das starke Wachstum der Gemeinde begann in der Mitte des 18. Jahrhunderts. Reudern gehörte von jeher zum Gericht Oberboihingen.  

Kirchlich war Reudern anfangs mit Oberboihingen ein Teil der großen Urpfarrei Nürtingen, bis die Gemeinde Ober­boihingen für sich und Reudern 1466 eine eigene Pfarrei errichtete. In Reudern befand sich gegen Ende des Mittelalters eine dem heiligen Wendelin geweihte Kapelle (1526 und 1534 erwähnt). Seit 1951 ist Reudern selbstständige Pfarrei. Die neue evangelische Friedenskirche und die katholische St.-Wendelinskirche (nach der früheren St.-Wendelkapelle benannt) wurden beide im Jahr 1969 eingeweiht.  

Im Jahr 1834 zählte Reudern 604 Einwohner, zu Beginn des Zweiten Welt­krieges waren es 814. Durch den während des Krieges und besonders in den Jahren danach erfolgten Zuzug von 369 Heimatvertriebenen stieg die Einwohnerzahl bis 1950 auf 1.189 an. Inzwischen ist Reudern auf 2.707 Einwohner (2012) angewachsen. Da der Ort nahe bei Nürtingen und an der früheren Poststraße nach Kirch­heim/Teck liegt, führte die Entwicklung früh von der Kleinbauern- zur Ar­beiterwohngemeinde.

Seit dem 1. Oktober 1974 ist Reudern ein Stadtteil von Nürtingen. Durch die Eingliederung wurde die Möglichkeit geschaffen, die anstehenden kommunalen Probleme gemeinsam in einem größeren Rahmen zu lösen und die öffentlichen und kulturellen Einrichtungen zu fördern oder zu verbessern. So konn­te sich der Stadtteil Reudern eine wirtschaftliche Basis für einen ausgeglichenen Lebensraum schaffen, wie er für ein gesundes Gemeinwesen erforderlich ist.

Im Jahr 2013 kann Reudern unter Zugrundelegung der ersten urkundlichen Erwähnung 1338 sein 675-jähriges Bestehen feiern.

Kontakt

Ortschaftsverwaltung Reudern

Herr
Bernd Schwartz
Ortsvorsteher

Rathaus Reudern
Schulstraße 9
72622 Nürtingen-Reudern
Tel.: +49 (0) 7022 39651
Fax: +49 (0) 7022 31421
E-Mail: ov.reudern.stadt(@)nuertingen.de

Öffnungszeiten der Ortschaftsverwaltung:

Montag, Dienstag, Mittwoch, Freitag: 09.00 Uhr bis 12.00 Uhr
Mittwoch: 17.00 Uhr bis 19.00 Uhr
Donnerstag: geschlossen

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