Kinderhaus Kleine Insel: Stadt Nürtingen

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Kinderhaus Kleine Insel

Informationen

Wir sehen den Auftrag des Kinderhauses „Kleine Insel“, in dem zur Zeit drei Kindergartengruppen untergebracht sind,  als eine Ergänzung und Unterstützung zur familiären Erziehung. Auf diesem Hintergrund haben wir diese Konzeption erstellt, mit der wir Sie über unsere Arbeit und die damit verbundenen Ziele informieren wollen. Der Kindergartenbesuch bedeutet für viele Kinder den „1. Schritt“ in die Selbstständigkeit. Diese Zeit ist für das Kind, wie auch für die Eltern, eine wesentliche Lebensphase. Deshalb sind uns Information, Gespräch und Austausch mit den Eltern sehr wichtig. Nur dadurch können wir gemeinsam überlegen und suchen, was in der jeweiligen Situation das Beste für das Kind ist. Aus diesem Grund bitten wir Sie um ein paar Minuten Ihrer Aufmerksamkeit für diese Konzeption.

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Ebenso bitten wir Sie, uns bei Fragen, Problemen oder Unklarheiten einfach anzusprechen. Es ist uns ein Anliegen, dass die Kinder und Eltern sich im Kinderhaus „Kleine Insel“ wohlfühlen! Obwohl wir eine Beständigkeit in unserer pädagogischen Arbeit als wichtig ansehen, wollen wir offen sein für neue Erkenntnisse und die Bedürfnisse der Familien. Deshalb kann es sein, dass einzelne Abschnitte dieser Konzeption innerhalb eines Kindergartenjahres fortgeschrieben werden bzw. wegfallen. Im Rahmen des Orientierungsplanes kann es ebenfalls zu Veränderungen kommen. Sehen Sie deshalb folgende Ausführung als „Leitfaden“ an. Wir wollen als Team mit den Kindergartenkindern gemeinsame Wege gehen und sind stets offen für Rückmeldungen.

Allgemeine Informationen

Neue Einrichtungsleitung: Frau Martha Elst

Öffnungszeiten

Montag bis Donnerstag: 07.00 Uhr bis 17.00 Uhr
Freitag: 07.00 Uhr bis 14.00 Uhr

Öffnungszeiten der Gruppen

  • Gruppe 1
    Montag bis Freitag: 07.00 Uhr bis 13.00 Uhr
    Donnerstag:  14.00 Uhr bis 17.00 Uhr
  • Gruppe 2
    Montag bis Donnerstag: 08.00 Uhr bis 13.00 Uhr
    Freitag: 08.00 Uhr bis 12.00 Uhr
    Montag bis Mittwoch: 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr
  • Gruppe 3
    Montag bis Freitag: 08.00 Uhr bis 14.00 Uhr

Diese Zeiten sind aufgeteilt in Gruppenzeit und Randzeiten, die wie folgt lauten:
Gruppenzeit (8.30 Uhr bis 12.00 Uhr)  = die Zeit, die das Kind in seiner eigenen Gruppe mit den dazugehörenden  Betreuungspersonen verbringt.

Randzeiten =  in den Randzeiten am Vor- und Nachmittag mischen sich sowohl die Kinder, als auch das Personal aus den Gruppen 1, 2 und 3 (unser aktueller Schichtplan hängt im Foyer des Kinderhauses aus).

Randzeiten des Kinderhauses:
07.00 Uhr bis 08.30 Uhr
12.00 Uhr bis 14.00 Uhr
14.00 Uhr bis 17.00 Uhr

Personalschlüssel

  • Gruppe 1 (Igelgruppe)
    Erzieherin zu 100%
    Erzieherin  zu 100%
  • Gruppe 2 (Sonnenkäfergruppe)
    Erzieherin zu 79%
    Kinderpflegerin  zu 100%
  • Gruppe 3 (Schmetterlingsgruppe)
    Erzieherin zu 100%
    Kinderpflegerin zu 30%
    Zweitkraft zu 74%
  • gruppenübergreifend
    Erzieherin zu 20%
    Kinderpflegerin zu 11 %

Unser Haus liegt zentral, in unmittelbarer Nähe von Grundschule, Turnhalle und Hallenbad. Es handelt sich um ein zweigeschossiges, barrierefreies Gebäude für 3 altersgemischte Gruppen für 3-6 Jährige, mit einer maximalen Gruppengröße von 25 Kindern. Die Gruppen 1+2 sind im Erdgeschoss, Gruppe 3 (mit Essbereich) befindet sich im 1. Stock.

Pro Gruppe steht zur Verfügung:

  • Gruppenraum mit Materialraum
  • Kleingruppenraum mit Kinderküche
  • Sanitärbereich

Gemeinschaftlich genutzte Bereiche:

  • Foyer mit wechselnden Spielbereichen, Werkraum, Entspannungsraum, Nebenräume
  • Garten mit Sandbereich, Schaukel, Rutschbahn, Spiel- und Materialhaus
  • Büro, Personalraum, Verteilerküche, Materialraum, Wickelraum

Räumlichkeiten

Gruppen- und Nebenräume
In den verschiedenen Bereichen der Gruppenräume (Bauecke, Puppenecke…) finden die Kinder vorgefertigtes Spielmaterial, welches zum Bauen, Zählen, Musizieren, Sortieren, Zusammensetzen, Anschauen, Experimentieren, in verschiedene Rollen schlüpfen… anregt. Die Kreativität und das Sammeln / Erleben von Materialerfahrungen werden am Maltisch durch die unterschiedlichsten zur Verfügung stehenden Materialien angeregt. Jede Gruppe verfügt über einen Essbereich.

Das Foyer im Erdgeschoss
Der große Flur im Eingangsbereich steht den Kindern während der Freispielzeit zur Verfügung. Hier können sich die Kinder aus allen drei Gruppen begegnen und das beständige Spielangebot (Spiegelzelt, Baumaterial, Kugelbahn, Sofa mit Büchertisch), wie auch wechselnde Spielangebote (Spielhaus, Puppenhaus, Bewegungsroller, Wipp- und Schaukelelemente etc.) wahrnehmen. Hier treffen sich die drei Gruppen zu Beginn und Ende des „Offenen Tages“ am Donnerstag und an besonderen Tagen im Jahr, wie Nikolaustag, Weihnachten, Fasching… um gemeinsam zu singen, zu tanzen, oder um etwas vorzustellen (z.B. Inhalte der Projektgruppen).

Der Werkraum
Im Werkraum können sich die Kinder immer wieder über Materialien wie Wasserfarben, Ton oder Holz ausdrücken. Die Kinder können Erfahrungen im feinmotorischen, gestalterischen Bereich, sowie im richtigen Umgang mit dem benötigten Handwerkszeug sammeln.

Die Vesperinsel
Die Vesperinsel befindet sich im ersten Stockwerk. Immer am Donnerstag treffen sich die Kinder aller drei Gruppen dort zur Zwischenmahlzeit. Die Kinder, die bis 14.00 Uhr bleiben, essen dort ihr mitgebrachtes Mittagsvesper.

Der Flur im ersten Stockwerk
Hier finden die Kinder Materialangebote, die zum Bauen und Malen einladen. Dieser Bereich bietet auch eine Rückzugsmöglichkeit aus dem Gruppengeschehen.

Die Trauminsel
Ein Nebenraum im 1. Stock ist die Trauminsel. In diesem abgedunkelten Raum laden ruhige Angebote wie z.B. Geschichten hören, Wahrnehmungsspiele, Mandalas malen zu ruhigen Klängen und bereitgelegte Matratzen die Kinder aller Gruppen ein, die „Seele baumeln zu lassen.“

Das Blaue Zimmer
Vom Flur aus (erstes Stockwerk) führt eine Türe ins so genannte „Blaue Zimmer“, das auch Höhlenzimmer heißt. Hier können sich die Kinder zum Bauen mit Kartons, Matratzen, Kissen… zurückziehen.

Das Grüne Zimmer
Die andere Türe (auch erstes Stockwerk) führt ins „Grüne Zimmer“. Dieses wird für Angebote, die in  kleinen Gruppen stattfinden, genutzt.

Der Garten
Täglich nutzen wir mit den Kindern den gemeinsamen Garten, der mit seinen grünen Nischen und dem Bambuswald Rückzugs- und Versteckmöglichkeiten bietet. Hier können die Kinder ihrem Bewegungsdrang freien Lauf lassen, balancieren, rutschen, schaukeln, Erfahrungen beim Spielen mit Sand und Wasser sammeln, Fußball spielen.

Durch unterschiedliche Kleingeräte können die Kinder vielfältige Erfahrungen im grobmotorischen Bereich erleben bzw. vertiefen: es stehen Laufdollies, Stelzen, Hüpfpferde, verschiedene Fahrzeuge, Laubrechen, Schneeschippen, Sandspielsachen und einiges mehr zur Verfügung.

Tages- und Wochenablauf

Der Tag im Kinderhaus Kleine InselDer Tag im Kinderhaus „Kleine Insel“ kann für die Kinder um 07.00 Uhr beginnen. Bis 08.00 Uhr treffen sich die ankommenden Kinder zur Freispielzeit im Igelgruppenraum. Ab 08.00 Uhr, oder wenn eine Spielsituation noch nicht beendet ist etwas später,  wird die Freispielzeit in der Stammgruppe fortgesetzt. In dieser Zeit, in der die Kinder „frei spielen“ können, finden auch immer wieder Angebote statt, an denen die Kinder einzeln, in Interessengruppen oder altersgleichen Gruppen teilnehmen können. In jeder Gruppe gibt es vormittags außer der Freispielzeit einen Morgenkreis, eine Zeitphase, in der die Kinder eine mitgebrachte Zwischenmahlzeit  einnehmen und die Möglichkeit zur Bewegung an der frischen Luft.

Im Morgenkreis haben die Kinder Gelegenheit der Gruppe Dinge, die ihnen wichtig sind, zu erzählen. Wir überlegen gemeinsam, wer fehlt, besprechen den weiteren Ablauf des Vormittages oder planen gemeinsam, z.B. Festinhalte.  Hier ist auch Raum für Lieder, Fingerspiele, Kreisspiele und Geschichten. Um 12.00 Uhr verabschiedet die Sonnenkäfergruppe einen Teil der Kinder. In der Igel – und Schmetterlingsgruppe ist um 12.15 die erste Abholzeit: Für die Kinder, die bis 13.00 Uhr bleiben, gibt es in ihrem Stammgruppenraum eine weitere Freispielzeit. Die Kinder aller drei Gruppen, die bis 14.00 Uhr bleiben, werden in der Schmetterlingsgruppe betreut. Hier nehmen die Kinder um 12.30 Uhr das mitgebrachte Mittagsvesper ein. Nach dem Zähne putzen gibt es eine 10 – minütige Ruhephase.

Am Nachmittag ist das Kinderhaus von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet. Alle Kinder treffen sich in einem Gruppenraum. Die Kinder können hier und im Foyer „frei spielen“, bzw. kleine Angebote wahrnehmen. Je nach Interesse der Kinder und der Gruppensituation findet eine Frischluftpause statt. Um 15.30 Uhr essen wir gemeinsam das, was von den Kindern an Obst – bzw. Rohkost mitgebracht und für alle angerichtet wurde. Vor den Abholzeiten - um 16.00 Uhr oder 17.00 Uhr -  hören die Kinder im Garderobenbereich meist noch eine Geschichte, bevor dann ein Schlusslied gesungen wird,

„… und morgen sehen wir uns wieder, auf Wiedersehn!“

Jeder Donnerstag ist bei uns im Kinderhaus ein so genannter „Offener Tag“. 14 – tägig, immer dienstags, gehen wir zum Turnen in die Turnhalle der Inselschule. Wenn es Gruppensituation und Wetterlage zulassen, machen wir uns auch gerne hin und wieder auf den Weg zum „Naturtaggelände“. Gerne besuchen wir die naheliegende Zweigstelle der Bücherei. Wir machen uns ab und zu  auf den Weg  zu naheliegenden Zielen, z.B.  Supermarkt, Zahnarztpraxis, Baumschule…, je nach Themen und Interessen der Kinder und Mitarbeiterinnen. Im Zuge der Kooperation führt unser Weg auch immer wieder zur nur „über-den-Schulhof-liegenden“ Inselschule.

Ziele der Kindergartenarbeit

Das wollen wir den Kindern mit auf den Weg geben

Wir- GefühlDie Einzigartigkeit jedes Kindes soll in unsere Gemeinschaft integriert werden, wobei sie Rücksicht, Einfühlungsvermögen, Verständnis und Toleranz lernen ohne ihre Individualität zu verlieren.

Selbstständigkeit
Wir unterstützen die Kinder in ihrer Entwicklung zu einer selbstständigen Persönlichkeit in dem wir sie zu eigenständigem Handeln ermuntern.

Sprachliche Ausdrucksfähigkeit
Sprache ist das Tor zur Welt – deshalb ist es uns wichtig den Kindern  Übungsfelder dafür zu schaffen.

Konfliktfähigkeit
Konflikte gehören dazu! Wir ermutigen und unterstützen die Kinder im Umgang mit Konflikten, so dass sie selbst vielfältige Lösungsmöglichkeiten finden können.

Freude an Bewegung
Spielerisch sollen die Kinder ihren eigenen Körper und seine Fähigkeiten kennenlernen.

Das ist uns wichtig

Wir arbeiten nach dem Konzept eines teiloffenen Hauses. Unser Schwerpunkt liegt in der Stammgruppenarbeit, übergreifende Elemente schaffen Verknüpfungen.   In der Regel verbringen die Kinder die meiste Zeit in ihrer Gruppe. Dort geschieht der Hauptteil der Entwicklungsförderung. Weil wir wissen, dass sich ein Kind wohl fühlen muss, ein Gefühl des angenommen Seins braucht und Orientierung sucht, um sich optimal weiter entwickeln zu können, liegt einer unserer Schwerpunkte im Beziehungsaufbau. Wir sind davon überzeugt, dass feste Bezugspersonen, eine überschaubare Gruppengröße und verlässliche Gruppenrituale 3 – 6 jährigen Kindern Halt geben und stärken. Deshalb treffen wir uns z.B. jeden Tag zum Morgenkreis in der Stammgruppe. Bei den gruppeninternen Geburtstagsfeiern erfährt jedes Kind Wertschätzung und Beachtung in besonderer Weise.

Um der Notwendigkeit von flexiblen Betreuungszeiten für die Familien Rechnung zu tragen, arbeiten wir in den Randzeiten gruppenübergreifend. Die Zeiten können über einen individuell auf die Familiensituation zugeschnittenen Betreuungsplan gebucht werden. Damit die Kinder von beiden Arbeitsansätzen profitieren und diese ineinander greifen, verbindet ein Jahresthema, das für das ganze Haus gilt, inhaltlich die Arbeit der drei Gruppen und zieht sich wie ein roter Faden durch das Jahr. Gemeinsame Freispielzeiten im Haus oder im Garten, übergreifende Kleingruppenarbeit und der „Offene Tag“ sind wichtige Elemente unserer  teiloffenen Arbeit. Im Team reflektieren wir unsere Arbeit mit dem Ziel, der Individualität eines jeden Kindes ebenso gerecht zu werden, wie den drei Gruppen und auch der großen Hausgemeinschaft.

Turnen

Die Arbeit mit den KindernUnser Kinderhaus liegt in unmittelbarer Nähe der Schule. Deshalb haben wir ideale Bedingungen, um die Schulturnhalle mit zu benutzen. Alle zwei Wochen gehen die Gruppen zum „Turnen“ in die Turnhalle. Nach dem Umziehen treffen wir uns in der großen Halle und bevorzugen als Hilfsmittel Kleingeräte: Reifen, Bälle oder Seile. Immer wieder kommen auch Alltagsmaterialien wie Zeitungen oder Teppichfliesen zum Einsatz. Natürlich versuchen wir uns auch ab und zu an Sprossenwand, Langbank, Turnmatten oder  dem Fußballtor. Bei diesen regelmäßigen Sportstunden verfolgen wir die Ziele der Bildungs- und Entwicklungsfelder des Orientierungsplanes.

Körper
Durch Bewegung entfalten die Kinder ein positives Körper- und Selbstkonzept, das eine wichtige Grundlage für die gesamte körperliche, soziale, seelische und geistige Entwicklung ist. Sie entwickeln ein Gespür für ihren Körper und seine Fähigkeiten. Ganz nebenbei werden die konditionellen und koordinativen Fertigkeiten ausgebaut. Im grobmotorischen Bereich und in der Feinmotorik wird das Können verfeinert und erweitert.

Sinne
Bei Reaktionsspielen wird die Wahrnehmung im Bereich des Sehens und Hörens geschult und weiterentwickelt. Akustische oder visuelle Signale regen die Sinne an. Bei entsprechenden Übungen wird der Gleichgewichtssinn oder auch die taktile Wahrnehmung angesprochen.

Sprache
In der Verknüpfung mit der Bewegung wird die Sprachkompetenz erweitert. Regeln werden besprochen, Abläufe werden erklärt, beim gemeinsamen Tun wird kommuniziert. Eigene Bedürfnisse werden einander auf der sprachlichen Ebene mitgeteilt.

Denken
Beim Hantieren mit den Turngeräten werden in der Experimentierphase Denkanstöße vermittelt und eigene Ideen verfolgt. Bei Gruppenspielen ist ein Anreiz da, Strategien zu entwickeln, um möglichst erfolgreich zu sein.

Gefühl und Mitgefühl
Gemeinsame Bewegungsstunden fordern gegenseitig Rücksichtnahme ein. Einfühlungsvermögen und Mitgefühl kann sich entwickeln. Die eigenen Gefühle und die der  anderen werden wahrgenommen (Freude über Sieg – Enttäuschung über Unvermögen).Wertschätzung kann sich ausbilden, es entwickelt sich ein Bewusstsein für die eigenen Emotionen.

Sinn, Werte und Religionen
In vertrauter Umgebung können die Kinder ihre Lebenszuversicht in der Gemeinschaft ausbauen und ein positives Gruppengefühl entwickeln. Da wir alle wissen, dass die Bewegung die kindliche Entwicklung in allen Bereichen positiv beeinflusst, wollen wir vor allem die Freude an der Bewegung wecken und erhalten. „Turnen“ soll Spaß machen!

Offener Tag

Jeden Donnerstag treffen sich alle Kinder des Hauses um 9 Uhr im Foyer zum großen Singkreis. Damit beginnt der „Offene Tag“.   An diesem Tag mischen sich die Kinder der drei Gruppen in der Zeit von 9.00 Uhr bis 11.30 Uhr. Nachdem wir miteinander gesungen haben, stellen die Mitarbeiterinnen den Kindern vor, welche Angebote und Spielmöglichkeiten an diesem Vormittag zur Verfügung stehen. Die Kinder haben die Möglichkeit, selbstständig zu entscheiden, wo und mit wem sie spielen möchten.

Wir Mitarbeiterinnen machen die Erfahrung, dass wir unsere unterschiedlichen Fähigkeiten für alle Kinder des Hauses einsetzen können. Das Konzept des Offenen Tages ermöglicht auch einzelnen Entwicklungsstufen gerecht zu werden.

Die Gruppenräume sind in der Regel am „Offenen Tag“ im Wechsel geöffnet. Die Kinder haben so die Möglichkeit im „fremden“ Gruppenraum auf Erkundungstour zu gehen und anderes Spielmaterial kennen zu lernen. Jedes 3. Mal können sie sich aber auch entscheiden, im vertrauten Umfeld zu bleiben. Die Zwischenmahlzeit wird am „Offenen Tag“ von  allen Kindern bei der Vesperinsel gegessen. Es ist ein besonderes Erlebnis, wenn bis zu 20 Kinder bunt gemischt aus allen drei Gruppen gemeinsam beim freien Vesper vereint sind.

Der Außenspielbereich ist an jedem „Offenen Tag“ geöffnet. Gerne nehmen die Kinder diese Möglichkeit wahr. Sie fahren Dreirad oder Roller, nutzen Rutschbahn und Schaukel, graben im Sand, spielen „Bande“ im Bambuswald, ziehen sich zum Rollenspiel in das Häusle zurück.

Zum Abschluss des Offenen Tages treffen sich nochmals alle im Foyer zu einem gemeinsamen Abschluss. Bevor wir um 11.30 Uhr wieder in unsere Gruppen gehen, ist es wichtig zu hören, ob es etwas Besonderes zu berichten gibt. Wir erleben uns nochmals als eine Gemeinschaft und verabschieden uns singender Weise voneinander.

Sprache
Im Anfangs- und Schlusskreis verknüpfen wir die Sprache mit Musik, Rhythmus und Bewegung. Die Lieder und Fingerspiele werden oft mit Bewegungen und Gesten begleitet. Dadurch wird die Sprachkompetenz der Kinder erweitert. Es werden Absprachen getroffen, Fragen gestellt, Erlebnisse erzählt und einander zugehört. Im Umgang miteinander werden die nonverbalen und verbalen Ausdrucksfähigkeiten erweitert.

Körper
Es bieten sich vielfältige Möglichkeiten die motorischen Fertigkeiten zu erweitern: im Gartenbereich können die Kinder z. B. rennen, hüpfen, graben, Stelzen laufen, Ball spielen, schaukeln. Dabei werden auch die konditionellen und koordinativen Fähigkeiten ausgebaut. Im feinmotorischen Bereich gibt es z. B. am Maltisch, beim Lego bauen, beim Ketten auffädeln vielerlei Betätigungsmöglichkeiten. Durch das aktive Mittun bei den Bewegungsspielen erfahren die Kinder ihren Körper als Darstellungs- und Ausdrucksmittel. Die angenehme Atmosphäre bei der Vesperinsel vermittelt ein erstes Verständnis für die Wichtigkeit einer Zwischenmahlzeit und einer Pause.

Gefühl und Mitgefühl
Während sich die Kinder am „Offenen Tag“ durch das „offene Haus“ bewegen, lernen sie mit ihren eigenen Emotionen umzugehen. Sie begegnen z.B. einem weinenden Kind und können dadurch Einfühlungs-vermögen und Mitgefühl für andere entwickeln und haben die Möglichkeit zu reagieren. Es kann sich ein eigenes Gespür für Tätig Sein, Trödeln, positives Nichtstun also „Seele-baumeln-lassen“ entwickeln. 

Sinne
Am „Offenen Tag“ gibt es  zu hören, zu sehen, zu riechen, zu tasten und zu schmecken! Woher kommt der Klang der Trommel? – Ein Vogelschwarm fliegt am Himmel. – Die Blume auf dem Jahreszeitentisch duftet gut! – Was befindet sich im Tastsäckchen? -  Mm, mein Apfel schmeckt lecker.

Denken
Das frei zur Verfügung stehende Spielmaterial bietet vielerlei Denkimpulse: Welche Bauklötze muss ich benutzen, damit ich möglichst schnell einen hohen Turm bauen kann? – Wenn ich rot und blau mische, welche Farbe entsteht dann? – Ist der Elefant schwerer oder das Nashorn? Die Inhalte der Lieder und Verse regen zum Nachdenken an und fordern  zur gedanklichen Beschäftigung mit unterschiedlichen Themen auf.

Sinn, Werte, Religion
In Anlehnung an den Offenen Tag beginnen wir  Feste  (z.B. Nikolaus, Weihnachtsfeier, Ostern, Fasching) gemeinsam im Foyer mit einem großen Singkreis. Hier und auch bei gelegentlichen Besuchen durch den Ortspfarrer oder die Sternsinger erfahren und hören die Kinder von der christlichen Prägung unserer Kultur. Durch die bewusste Gestaltung des Mittelpunkts im Anfangskreis spüren alle die gute Atmosphäre und erleben einen Ort des Angenommen seins.

Bildungs- und Erziehungspartnerschaft

Die Zusammenarbeit von Kindergarten und Eltern ist uns sehr wichtig. Wir wollen eine offene, gesprächsbereite Atmosphäre schaffen, die einen vertrauensvollen Austausch zwischen Eltern und Erzieherinnen ermöglicht. Die Eltern werden laufend über das Geschehen im Kinderhaus informiert. Dies geschieht z.B. durch Elternbriefe, monatliche Terminkalender oder Aushänge an der Pinnwand, Einblicke in Projekte und Veranstaltungen und gemeinsame Elternbeiratsbesprechungen.

Zweimal im Jahr finden Elternabende statt, die je nach Themenstellung gruppenübergreifend oder auch gruppenintern sein können. Einbeziehung und Mitwirkung der Eltern bei Festen, Ausflügen und Projekten stärken das Miteinander der Familien und unterstützen eine gute Atmosphäre im Kinderhaus.

Um den Eltern Einblicke in den Kindergartenalltag zu ermöglichen  und ihr Kind im Gruppengeschehen zu erleben und beobachten, können Eltern im Kinderhaus hospitieren. Zu Beginn der Kindergartenzeit findet für jede Familie ein Aufnahmegespräch statt, das die Möglichkeit bietet, erste Informationen über das Kind und über die Einrichtung auszutauschen.

Mindestens einmal jährlich findet mit den Eltern ein Entwicklungsgespräch statt, in dem die jeweiligen Sichtweisen und Wahrnehmungen von Entwicklungsschritten, Stärken und Interessen des Kindes ausgetauscht werden. Diese geben uns wichtige Anregungen für die weitere Begleitung, Unterstützung und Förderung des Kindes und die Beratung in bestimmten Problemsituationen. Wenn das Gruppengeschehen es zulässt, sind Kurzgespräche „zwischen Tür und Angel“ zum Spontanaustausch möglich.

Kooperationen

Kindergarten und Schule
Zur Schulfähigkeit gehören kognitive Voraussetzungen, soziale und emotionale Kompetenzen sowie Anstrengungsbereitschaft und Motivation. Die Entwicklung und Förderung der Schulfähigkeit ist gemeinsame Aufgabe von Kindergarten und Grundschule und soll den Kindern den Übergang in die Schule erleichtern. Die Kooperation wird inhaltlich jedes Jahr mit dem Rektor und Lehrerinnen der Inselschule sowie den Erzieherinnen beider Zizishäusener Kindergärten abgestimmt.

Zu dieser Zusammenarbeit gehören Besuche der Kooperationslehrerin im Kinderhaus, gemeinsame Veranstaltungen in der Schule wie Adventssingen und  Sporttag, Besuch eines Schulunterrichts in Klasse 1 und das Miterleben der großen Pause. Jährlich findet in der Schule eine Informationsveranstaltung für Eltern, deren Kinder eingeschult werden sollen, statt. Die Erzieherinnen haben die Möglichkeit, in einer 1. Klasse zu hospitieren. Im Rahmen dieser Kooperation können Beratungsgespräche zwischen Erzieherinnen, Lehrkräften und Eltern stattfinden.

Zusammenarbeit mit anderen Institutionen
Unsere Zusammenarbeit und unsere Arbeit mit den Kindern und Eltern sollen geprägt sein von Vertrauen und Offenheit. Diese Offenheit ist uns auch unserer Umwelt und Nachbarschaft gegenüber wichtig. Wir verstehen das Kinderhaus nicht als eine abgeschlossene Welt für sich, sondern als einen Teil innerhalb einer städtisch / dörflichen Gemeinschaft.Unser Ziel ist es, den Kindern diese lebensbereichernde und tragende Gemeinschaft zu vermitteln.

Umgesetzt wir dieses Ziel durch

  • die Kooperation mit der Grundschule
  • die Zusammenarbeit mit der Zweigstelle Zizishausen der Stadtbücherei
  • die Schuluntersuchung vom Gesundheitsamt im  Kinderhaus
  • den Kontakt zum Zahnarzt
  • Sprachförderung
  • und manch anderem, das sich aus der Lebenssituation der Kinder heraus ergibt (z.B.  Mitgestaltung eines Gottesdienstes, Mitwirkung bei Gemeindefesten u.a.).

Um den Bedürfnissen aller Kinder gerecht zu werden, können wir zur Ergänzung unserer Aufgaben „Spezialisten“ hinzuziehen:

  • Sprachtherapeuten / Logopäden
  • Familienberatungsstellen
  • Ergotherapeuten
  • Kinderärzte

Was es sonst noch zu sagen gibt

Zitat

Ein Kind, das gelobt wird,
lernt Bewertung.
Ein Kind, das Ehrlichkeit erlebt,
lernt Gerechtigkeit.

Ein Kind, das Freundlichkeit erfährt,
lernt Freundschaft.
Ein Kind, das Geborgenheit erleben darf,
lernt Vertrauen.

Ein Kind, das geliebt und umarmt wird,
lernt Liebe in dieser Welt zu empfinden.
Ein Kind, das ständig kritisiert wird,
lernt zu verdammen.
Ein Kind das verhöhnt wird,
lernt Schüchternheit.
Ein Kind, das der Ironie ausgesetzt wird,
bekommt ein schlechtes Gewissen.

Aber ein Kind, das ermuntert wird,
lernt Selbstvertrauen.
Ein Kind, dem mit Toleranz begegnet wird,
lernt Geduld.

(Verfasser unbekannt)

Stadt Nürtingen
Postfach 19 20
72609 Nürtingen

Marktstraße 7
72622 Nürtingen
Öffnungszeiten Rathaus:
Montag bis Freitag: 07.30 Uhr bis 12.00 Uhr
Dienstag: 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr
Donnerstag:14.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Zusätzliche Öffnungszeiten Bürgeramt und Bürgerbüro Bauen:
Donnerstag: 07.00 Uhr bis 19.00 Uhr durchgängig

Das Sachgebiet Ausländerwesen ist mittwochs und freitags ganztägig geschlossen. Das Standesamt und die Kindergartenverwaltung sind mittwochs ganztägig geschlossen.
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