Nürtingen Aktuell: Stadt Nürtingen

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leuchtend.

In der dunklen Jahreszeit zeigt sich Nürtingen von seiner leuchtenden Seite.

strahlend.

Die Streuobstwiesen rund um Nürtingen bieten auch im Winter manch strahlenden Moment.

lebendig.
In über 200 Vereinen garantieren Zwei- wie Vierbeiner für abwechslungsreiche und manch tierische Begegnungen.
entdeckenswert.
Römer und Kelten besiedelten einst das Nürtinger Gebiet. Noch heute sind Spuren von ihnen sichtbar.
sehenswert.
Das Stadtbild Nürtingens und seiner Stadtteile ist durch zahlreiche Brunnen geprägt. Bei einem gemütlichen Stadtbummel eröffnen sich manch neue Perspektiven darauf.
bewegend.
Badespaß im Freibad, gemütlicher Einkaufsbummel oder Tagesausflug ins nahe Grün der Umgebung: Nürtingen ist ein idealer Ausgangspunkt für die sommerliche Freizeitgestaltung.
entspannend.
Einkaufen, Schlemmen, der nachmittägliche Kaffee mit Kuchen oder die Kugel selbst gemachtes Eis: In Nürtingens Zentrum können Sie all das ohne die Hektik einer Großstadt genießen.
lebendig.
Badespaß im Freibad, gemütlicher Einkaufsbummel oder Tagesausflug ins nahe Grün der Umgebung: Nürtingen ist ein idealer Ausgangspunkt für die sommerliche Freizeitgestaltung.
sehenswert.

Vom Turm der 48 Meter hohen Stadtkirche St. Laurentius bietet sich ein Panoramablick über die Stadt, das Neckartal und den Albtrauf.

zentral.

Das Rathaus und das Technische Rathaus mit dem Riegerhaus sind zentrale Anlaufstellen und offen für alle Belange der Bürgerinnen, Bürger sowie Besucher unserer Stadt.

sehenswert.

Zahlreiche lauschige Winkel warten darauf, von Ihnen entdeckt zu werden.

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Das Sams im Stadtmuseum

Autor: Clint Metzger
Artikel vom 02.12.2013

Den Anstoß zur neuen Ausstellung „Gestatten: das Sams und andere Geschöpfe von Paul Maar“ gab der literarische Radweg Nürtingen–Grötzingen–Denkendorf. Denn bei den Recherchen dazu kam heraus, dass der bekannte Kinderbuch-Schriftsteller Paul Maar von 1973 bis 1987 mit seiner Familie in Grötzingen wohnte. Seine Kinder machten Abitur am Nürtinger Max-Planck-Gymnasium. Anne Maar leitet heute das Fränkische Theater Schloss Massbach, Michael Maar ist Literaturkritiker und Autor.

Paul Maar ist einer der bekanntesten Kinder- und Jugendbuchautoren Deutschlands. Gut 50 Bücher von ihm sind erschienen, vielfach ausgezeichnet und in mehr als 30 Sprachen übersetzt. In Deutschland sind vierzehn Schulen nach ihm benannt. Geboren 1937 in Schweinfurt, studierte Maar in Stuttgart Malerei und Kunstgeschichte, entwarf daneben Bühnenbilder und fotografierte für ein Theater. Danach arbeitete er als Kunsterzieher in Crailsheim und am Eduard-Spranger-Gymnasium in Bernhausen. Mit dem Schreiben von Kinderbüchern begann Paul Maar als junger Vater.

„Wäre mir das Schreiben nicht dazwischen gekommen, hätte ich vielleicht Karriere als Maler gemacht“, sagte er einmal. Doch an den Nagel gehängt hat er das Illustrieren keineswegs. Die Figuren seiner Geschichten entwarf er größtenteils selbst, so das freche Sams, den verträumten Lippel oder das kleine Känguru. Die Illustrationen zeigen, dass sein Erzählen stark von bildlichen Vorstellungen ausgeht.

Einen Teil seiner Zeichnungen sah Museumsleiterin Angela Wagner-Gnan bei einer Wanderausstellung 2012 in Tübingen, war begeistert und entwickelte daraus ein Konzept für eine kindgerechte Ausstellung in Nürtingen. „Es geht um den Spaß an Worten und an Bildern“ sagt sie. „Kinder sind schöpferisch, sie lieben Geschichten und denken sich selbst spontan welche aus. Paul Maars Wort- und Reimspiele, seine Skizzen und Figuren ermutigen dazu.“

Um das Sams, das kleine Känguru und Herrn Bello inszenieren zu können, brauchte man Objekte. Das Museumsteam dachte als erstes an eine große „Wunschmaschine“, die in allen Sams-Büchern eine Rolle spielt. Museumshandwerker Bernhard Stüdl baute sie nach eigenem Entwurf, nachdem Recherchen in der Filmbranche vergeblich blieben. In München fand sich die Collina Filmproduktion bereit, Kostüme und Requisiten aus dem Film „Sams im Glück“ auszuleihen. Das prächtig ausgestattete „Sams-Regelbuch“ liegt nun in einer Vitrine. Der Bamberger Bildhauer Thomas Gröhlich vom Atelier „Spielträume“ stellte für die Nürtinger Ausstellung zwei lebensgroße Sams-Figuren und Werkstatt-Modelle zur Verfügung. Das Theater Salz + Pfeffer in Nürnberg half mit seinen ausdrucksstarken Puppen: das kleine Känguru, seine Mama und der Angsthase sind nun in Nürtingen in Lebensgröße zu bewundern.

So ist der Ausstellungsraum im Dachgeschoss zu einer begehbaren Kinderbuchlandschaft geworden. Die Vitrinen sind witzig arrangiert, lustig ist vor allem die „Sams-Nahrung“. Wer des Schauens müde ist, kann mit Herrn Bello kuscheln oder sich auf dem Dichtersofa ausstrecken und über Kopfhörer eine Geschichte hören. Der Knüller ist natürlich die geheimnisvolle Wunschmaschine. Im Spielzimmer wartet alles, was Kinder mögen: ein gemütliches Vorlesezelt, ein Kletter-Sams und Spiel- und Maltische. Das Herz der Ausstellung aber bilden die Leihgaben von Paul Maar: seine herrlich lebendigen Skizzen, die ausländischen Buchausgaben und die üppige Plakatsammlung, die ihn als international gespielten Theaterautor ausweist.

Begleitend zur Ausstellung gibt es das „Sams-Spiel“, eine Art Rallye durch die Innenstadt: Kinder erhalten eine Punkte-Sammel-Karte, mit der sie in den beiden Nürtinger Buchhandlungen, in der Stadtbücherei mit ihren Zweigstellen sowie im Stadtmuseum Punkte in Form von Stempeln sammeln können. Als Belohnung winkt ein Griff in die „Schatzkiste“.

Die Ausstellung „Gestatten: das Sams und andere Geschöpfe von Paul Maar“ ist bis 2. März täglich außer Montag von 10-18 Uhr im Stadtmuseum Nürtingen zu sehen. Am 24., 25. und 31. Dezember hat das Museum geschlossen.

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