Nürtingen Aktuell: Stadt Nürtingen

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Herbstmarkt
Blumen, Schmuck, Feinkost und vieles mehr: Am 20.09. von 8 bis 18 Uhr auf dem Nürtinger Herbstmarkt.
leuchtend.
In der dunklen Jahreszeit zeigt sich Nürtingen von seiner leuchtenden Seite.
lebendig.
In über 200 Vereinen garantieren Zwei- wie Vierbeiner für abwechslungsreiche und manch tierische Begegnungen.
entdeckenswert.
Römer und Kelten besiedelten einst das Nürtinger Gebiet. Noch heute sind Spuren von ihnen sichtbar.
sehenswert.
Das Stadtbild Nürtingens und seiner Stadtteile ist durch zahlreiche Brunnen geprägt. Bei einem gemütlichen Stadtbummel eröffnen sich manch neue Perspektiven darauf.
bewegend.
Badespaß im Freibad, gemütlicher Einkaufsbummel oder Tagesausflug ins nahe Grün der Umgebung: Nürtingen ist ein idealer Ausgangspunkt für die sommerliche Freizeitgestaltung.
entspannend.
Einkaufen, Schlemmen, der nachmittägliche Kaffee mit Kuchen oder die Kugel selbst gemachtes Eis: In Nürtingens Zentrum können Sie all das ohne die Hektik einer Großstadt genießen.
lebendig.
Badespaß im Freibad, gemütlicher Einkaufsbummel oder Tagesausflug ins nahe Grün der Umgebung: Nürtingen ist ein idealer Ausgangspunkt für die sommerliche Freizeitgestaltung.
sehenswert.
Vom Turm der 48 Meter hohen Stadtkirche St. Laurentius bietet sich ein Panoramablick über die Stadt, das Neckartal und den Albtrauf.
zentral.
Das Rathaus und das Technische Rathaus mit dem Riegerhaus sind zentrale Anlaufstellen und offen für alle Belange der Bürgerinnen, Bürger sowie Besucher unserer Stadt.
sehenswert.
Zahlreiche lauschige Winkel warten darauf, von Ihnen entdeckt zu werden.
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Sonderausstellung zum Firmenjubiläum der Firma Heller

Autor: Susanne Weisheit
Artikel vom 09.05.2019

Beim Heller g`lernt – 125 Jahre Maschinenfabrik in Nürtingen -Sonderausstellung im Stadtmuseum Nürtingen vom 11. Mai bis 13. Oktober 2019

Der Global Player mit Hauptsitz in Nürtingen feierte im Februar das 125-jährige Firmenjubiläum. HELLER ist die älteste Maschinenfabrik in Nürtingen. Die Firma ist ein hochmodernes Traditionsunternehmen, stadtbildprägend und Schicht um Schicht gewachsen. Die immer wieder neuen Technologiesprünge sind dabei prägend gewesen.

Aus diesem aktuellen Anlass gibt es im Stadtmuseum Nürtingen vom 11. Mai bis 13. Oktober eine Sonderausstellung rund um die Firma Heller und die damit verbundene Stadtgeschichte Nürtingens. „Wir blättern das große Buch der Firmengeschichte auf“, erzählt Angela Wagner-Gnan. Der Leiterin des Stadtmuseums ist die Ausstellung ein besonderes Anliegen: „Ein Mitarbeiter sagte einst, dass man in Nürtingen an HELLER nicht vorbeikäme. Dieser Satz hat Eindruck hinterlassen, denn das trifft es genau auf den Punkt!“ So werden die Besucher der Sonderausstellung in sechs Kapiteln die Geschichte von Nürtingens erster Maschinenfabrik nicht nur sehen, sondern auch erleben können. Dabei stehen die Menschen bei HELLER im Mittelpunkt. HELLER ist ein Familienbetrieb, nicht nur im Hinblick auf die Unternehmensfamilie. Bis heute fungieren die Enkel des Firmengründers als Aufsichtsratsvorsitzender (Berndt Heller) bzw. Gesellschafter (Hubert Heller).

„Auch unter den Mitarbeitern sind verwandtschaftliche Verhältnisse nicht selten. Man trifft den Bruder oder die Schwester als Kollegen oder Kollegin auf dem Firmengelände, oder man lernt in der Lehrwerkstatt die eigenen Verwandten an“, erklärt Angela Wagner-Gnan.

Und wie anderswo auch gab es ebenfalls schon die schönsten Liebesgeschichten, wenn sich Frau und Mann bei HELLER in der Arbeitszeit verliebten. „Es gibt auch Geschichten, bei denen der Großvater schon ´beim Heller g´schafft hat´, und die Mitarbeiter dann in der dritten oder vierten Generation die Hellerarbeitsgeschichte fortführte“, so Nürtingens Stadtmuseumsleiterin. So sei die persönliche Bindung der Mitarbeiter an die Firma sehr eng. Man habe dort seinen Lebensmittelpunkt und seinen Arbeitsstolz, beschreibt es Wagner-Gnan.

Die sechs Kapitel der Sonderausstellung fangen bei der mechanischen Werkstatt im Steinernen Bau an, in der Hermann Heller mit sieben Arbeitern und drei Lehrlingen Parallelschraubstöcke, Ventilatoren, Kaminaufsätze und Wendeltreppen produzierte. Auch erzählt die Zeitreise im Stadtmuseum vom Fabrikneubau am damaligen Stadtrand und den ständigen Anbauten und Erweiterungen. Ein großes Thema in der Firmengeschichte ist die Kriegswirtschaft im „Dritten Reich“, in der die staatlicherseits geforderte Produktionssteigerung mit zwangsrekrutierten „Ostarbeitern“ geleistet wurde. Auch dieses Kapitel wird im Stadtmuseum dargestellt, ebenfalls das Wachstum im Jahrzehnt des Wirtschaftswunders. Hier traf Hermann Heller mit Wirtschaftsminister Ludwig Erhard auf der Hannoveraner Messe zusammen. Die Entwicklung avantgardistischer Technologien und die Erschließung globaler Märkte seit den 1990er Jahren sind außerdem Themen der Sonderausstellung.

In einem Zeitbogen erstreckt sich die Geschichte von der kleinen mechanischen Werkstatt bis zur Weltfirma mit fünf internationalen Standorten. Technische, bauliche, wirtschaftliche und soziale Erzählstränge sind miteinander verbunden.

Am Ende des Raums erwartet den Ausstellungsbesucher ein besonderer Einblick in das Innere eines Bearbeitungszentrums. Und auch frühe Produkte, wie beispielsweise die Oszilliersäge zum Sägen von Eisenbahnschienen aus der Zeit um 1900 bereichern die Ausstellung. Natürlich fehlt auch die Vermarktung der Firma nicht. So „lief“ Angela Wagner-Gnan bei den Vorbereitungen ein Werbeslogan aus dem Jahre 1913 „über den Weg“, den sie dann unbedingt mit einbringen wollte.

Sägen von Heller – ein Segen für das Handwerk.

„Aus heutiger Sicht eher bescheiden. Aber ich fand diesen Slogan wirklich kreativ“, so die Leiterin des Stadtmuseums.

Die Anfänge der Fima HELLER liegen in Württembergs industrieller Gründungszeit. Hermann Heller, der am 7. Februar 1894 in Nürtingen zunächst ein Handelsgeschäft eröffnete, gehörte zu jenen Pionieren des Maschinenbaus, die den großen Industrialisierungsschub im „Ländle“ erst möglich machten. Mechaniker und Ingenieure ebneten anderen Branchen den Weg, indem sie sie mit den dringend benötigten Maschinen und Werkzeugen versorgten.

Seit 1913 betreibt HELLER eine Lehrwerkstatt. Die Firma war damit ihrer Zeit weit voraus. Die Lehrlingsausbildung wurde kontinuierlich weiterentwickelt. Die Lehrwerkstatt ist, schon rein räumlich gesehen, von erstaunlichem Umfang. Allein durch die Ausbildung hat HELLER Generationen von Nürtingern geprägt.

Und so wurde der Kommentar „Der oder Die hat beim Heller g`lernt“ in der städtischen Bevölkerung zu einer Marke.

Ab Samstag, den 11. Mai ist sie dann immer dienstags, mittwochs und samstags von 14.30 bis 17 Uhr sowie sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Für Gruppen und Schulklassen sind Termine frei vereinbar, auch vormittags. Alle Informationen gibt es bei Angela Wagner-Gnan unter 07022 36 – 334.

Flyer zu Sonderausstellung

Weitere Informationen gibt es auch auf de rhomepag der Firma Heller: www.heller.de

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kulturell.
Konzerte, Ausstellungen, Theaterstücke und Feste - Nürtingen bietet Kulturgenuss für jeden Geschmack und jedes Alter