Nürtingen Aktuell: Stadt Nürtingen

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leuchtend.
In der dunklen Jahreszeit zeigt sich Nürtingen von seiner leuchtenden Seite.
lebendig.
In über 200 Vereinen garantieren Zwei- wie Vierbeiner für abwechslungsreiche und manch tierische Begegnungen.
entdeckenswert.
Römer und Kelten besiedelten einst das Nürtinger Gebiet. Noch heute sind Spuren von ihnen sichtbar.
sehenswert.
Das Stadtbild Nürtingens und seiner Stadtteile ist durch zahlreiche Brunnen geprägt. Bei einem gemütlichen Stadtbummel eröffnen sich manch neue Perspektiven darauf.
bewegend.
Badespaß im Freibad, gemütlicher Einkaufsbummel oder Tagesausflug ins nahe Grün der Umgebung: Nürtingen ist ein idealer Ausgangspunkt für die sommerliche Freizeitgestaltung.
entspannend.
Einkaufen, Schlemmen, der nachmittägliche Kaffee mit Kuchen oder die Kugel selbst gemachtes Eis: In Nürtingens Zentrum können Sie all das ohne die Hektik einer Großstadt genießen.
lebendig.
Badespaß im Freibad, gemütlicher Einkaufsbummel oder Tagesausflug ins nahe Grün der Umgebung: Nürtingen ist ein idealer Ausgangspunkt für die sommerliche Freizeitgestaltung.
sehenswert.
Vom Turm der 48 Meter hohen Stadtkirche St. Laurentius bietet sich ein Panoramablick über die Stadt, das Neckartal und den Albtrauf.
zentral.
Das Rathaus und das Technische Rathaus mit dem Riegerhaus sind zentrale Anlaufstellen und offen für alle Belange der Bürgerinnen, Bürger sowie Besucher unserer Stadt.
sehenswert.
Zahlreiche lauschige Winkel warten darauf, von Ihnen entdeckt zu werden.
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Kunst Natur Umwelt

Autor: Susanne Weisheit
Artikel vom 11.01.2019

Kunst Natur und Umwelt

Gegensätze ziehen sich an, so ein Sprichwort. Die diesjährige große Kunstausstellung in Nürtingen zeigt dies sehr deutlich. Denn die Arbeiten von Friedensreich Hundertwasser und Günther Uecker, die vom 12. Januar bis 24. Februar in den Räumen der Kreuzkreuzkirche zu bestaunen sind, könnten unterschiedlicher nicht sein.

"Schon die Herkunft der Künstler sind zwei Welten: Hundertwasser, geboren in Wien, tief im Süden Europas und Uecker geboren und aufgewachsen in Mecklenburg im hohen Norden", beschreibt Brigitte Kuder-Broß, Kuratorin der Ausstellung.

Viele kennen die Hundertwasserhäuser. Auch hier in unmittelbarer Nähe zu Nürtingen – in Plochingen - wurde ein Hundertwasser Wohn- und Geschäftshaus von 1992 bis 1994 um einen Innenhof errichtet. Die Anlage wird überragt vom 33 Meter hohen Regenturm, den vier goldene Kugeln krönen. Farbige Keramikbänder symbolisieren herabrinnende Regentropfen. Die unendliche Formen- und Farbenvielfalt zeigt die Handschrift des berühmten Künstlers. "Er selbst wollte immer als Magier der Vegetation bezeichnet werden. Als einer, der ein Bild anfüllt, bis es voll ist mit Magie. So als würde man ein Glas mit Wasser anfüllen", erklärt Brigitte Kuder-Broß. Uecker ließ dagegen Nägel sprechen. Er bezeichnete das „Reinschlagen von Nägeln“ als eine Art Widerstand, damit die Kunst in die Banalität des Lebens eindringen kann. Er ist mit seinen Nagelbildern weltberühmt geworden. Und seit den achtziger Jahren nimmt er auch in seinen Werken politisch Stellung. Er reagierte beispielsweise auf die Katastrophe von Tschernobyl mit dem Zyklus „Aschebilder“. Weitere politische Bezüge finden sich unter anderem bei seinen Werken über den Irak und zu Umweltproblemen.

Hundertwasser setzte sich seit den frühen fünfziger Jahren mit der Architektur auseinander und trat für eine natur- und menschengerechtere Architektur ein. Er sprach sich für den natürlichen Lebensraum des Menschen aus und forderte ein Leben im Einklang mit den Gesetzen der Natur. So war Hundertwasser der Vordenker der Dachbegrünung. Ein Modell dazu gibt es in der großen Kunstausstellung. 

"In Sachen Umweltdenken und Naturbewusstsein finden sich dann auch Gemeinsamkeiten von Friedensreich Hundertwasser und Günther Uecker, die sonst doch so unterschiedlich sind", beschreibt Brigitte Kuder-Broß.  So erleben die Besucher der Kreuzkirche die Verschmelzung von "Kunst Natur und Umwelt", welches auch das Motto der diesjährigen großen Kunstausstellung ist.

Letztes Jahr haben die Werke von Marc Chagall und Ernst Fuchs die Räume der Kreuzkirche zum Leuchten gebracht. Die Besucher wandelten, getreu dem damaligen Motto, auf den Spuren von Träumen und Glauben. Und die Kunstfreunde kamen zahlreich, darunter auch Liebhaber aus Weißrussland. "Ernst Fuchs und Marc Chagall haben ein sehr breites Publikum angesprochen", erklärt Gabriele Frisch vom Amt für Stadtmarketing, Wirtschaft und Tourismus.  Insgesamt waren in den sechs Wochen Ausstellungszeit 10.508 Besucher in der Kreuzkirche. Knapp zwei Drittel davon ließ sich von den Kunsthistorikerinnen durch die Ausstellung führen. "50 Prozent der Besucher waren Nürtingerinnen und Nürtinger, 20 Prozent kamen aus dem Landkreis Esslingen und 30 Prozent aus anderen Regionen. Darunter auch Kunstliebhaber aus aller Welt", so die Organisatorin. Nicht nur aus Fürstenfeldbruck, Peru, St. Petersburg und Trier, sondern auch aus der Nähe von Vitebsk in Weißrussland, der Geburtsstadt Chagalls. Dieser drückte seine Begeisterung über die Ausstellung auf Russisch im Gästebuch aus. Dort fanden sich auch andere positive Einträge, die bei den Veranstaltern für ein zufriedenes Lächeln sorgten. „Immer wieder ein Vergnügen bei euch!“ – hieß es da oder „Faszinierende Ausstellung. Wie schon so oft, bringt einen selbst zum Träumen! Supergenial – elefantastisch – tolle Kombination!“ Auch in den sozialen Netzwerken war die Kunstausstellung immer wieder Thema. Eine Userin schrieb im letzten Jahr: „Wir besuchten die Kunstausstellung ´Marc Chagall / Ernst Fuchs´ und waren begeistert. Wunderschöne Kunstwerke und eine sachkundige Führung! Die Nürtinger Kunstausstellungen sind immer einen Besuch wert!“

Und auch die Jahre vorher lockte die große Kunstausstellung mit Werken von Janosch und Udo Lindenberg 2017, James Rizzi und Leslie G. Hunt, Joan Miró und Salvador Dalí die Besucher aus nah und fern hier nach Nürtingen.

Seit über zehn Jahren gibt es die Kunstausstellung in Nürtingen. "Dabei wollten wir immer von Anfang an besonders Kinder und Jugendliche mit Kunst in Berührung zu bringen und damit auch Hemmschwellen abbauen", schildert Gabriele Frisch. So gibt es jedes Jahr kindgerechte Führungen mit anschaulichen Erklärungen zu den Werken und Künstlern. "Wir haben mit zwei Kunsthistorikerinnen damals angefangen, jetzt sind wir bei sechs", fügt die Organisatorin der Kunstausstellung hinzu. Insgesamt gibt es dieses Jahr 54 öffentliche Führungen, zu denen die Besucher einfach so kommen können, davon sechs für Familien. „Außerdem haben wir jetzt schon 174 gebuchte Führungen, darunter Schulen, Kindergärten und private Besucher“, erklärt Gabriele Frisch stolz.

Auch die enge und langjährige Kooperation mit den Briefmarkenfreunden Nürtingen e.V. gehört zu der Arbeit der Jugendkunstförderung. Jedes Jahr zur Kunstausstellung entwerfen Schülerinnen und Schüler passend zu den präsentierten Künstlern, Layouts für Briefmarken, Sonderumschläge und Stempel. Dieses Jahr beteiligten sich das Peter-Härtling-Gymnasium, die Rudolf-Steiner-Schule, die Johannes-Wagner-Schule und das Hölderlin-Gymnasium.

"Dieses langjährige Erfolgsrezept für Kunst zum Anfassen für Jung und Alt, für Groß und Klein haben wir vor allem der Kuratorin Brigitte Kuder-Broß zu verdanken" macht Frisch deutlich. Ohne ihre weltweiten Kontakte und ohne ihren hohen Kunstsachverstand wären Ausstellungen in dieser Form nicht vorstellbar.

Auch den treuen Unterstützern aus der Nürtinger Firmenwelt gebührt großer Dank. Denn deren finanzielles Engagement ist immer wieder ein wesentlicher Stützpfeiler zur Durchführung dieser Ausstellungen.

Nürtingen ist nicht nur eine Schulstadt, sondern auch eine Kunst- und Kulturstadt, wie es Oberbürgermeister Heirich oft bezeichnet. Die Villa Domnick auf der Oberensinger Höhe ist ein wahrer „Kunstzeitzeuge“ in Nürtingen, ebenso wie auch die Stiftung Ruoff. Durch die Kooperationen mit dem städtischen Kulturamt, den Hochschulen, dem Kulturverein Provisorium e.V., dem Nürtinger Kunstverein und weiteren Institutionen wird den Menschen in Nürtingen die Kunst nahegebracht. Mit den jährlichen Nürtinger Kunsttagen, den vielen Kulturschaffenden, mit dem Kulturforum, den Kulturzentren, der Jugendkunst- und Musikschule, mit den zahlreichen Ausstellungen im Jahr und den vielen künstlerischen Veranstaltungen hat die Stadt Nürtingen in diesem Bereich überdurchschnittlich viel zu bieten. Auch Studierende aus nah und fern gehen in der Kultur- und Kunststadt aus und ein. Die Freie Kunstakademie (FKN) und die Fachhochschule für Kunsttherapie haben in Nürtingen große „Kunstpräsenz".

"So pulsiert in Nürtingen immer das Kunstleben", wie es Oberbürgermeister Heirich beschreibt. Die große Kunstausstellung, immer zum Jahresanfang, ist ein Teil des Kunstlebens in Nürtingen.

Die Ausstellung in diesem Jahr ist vom 12. Januar bis 24. Februar immer dienstags bis sonntags von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Erwachsene zahlen 6 Euro Eintritt, Kinder 3 Euro. Es gibt sowohl öffentliche Führungen als auch Führungen nach Vereinbarung für Kinder, Schülerinnen und Schüler sowie für Erwachsene.  

Dazu gibt es am 15. und 22. Februar die langen Ausstellungsabende bis 22 Uhr mit Themenführungen zur Dachbegrünung – von Hundertwasser, bis in die aktuelle Architektur. Unerwartet kulinarisch wird es bei Kunst und Wein, wenn die Galeristin Brigitte Kuder-Broß ihre Besucher am 18. Januar und am 1. Februar durch die Ausstellung führt. Dabei gibt es jede Menge gute Weine und ausgewählte Häppchen zu genießen. Anmeldungen sind über die VHS möglich.

Und alle Kunstfreunde sind zum offenen „Künstlercafé“ am 20. Januar in die K3N im „kleinen Foyer“ von 12 bis 18 Uhr eingeladen. Erstmals werden Werke vergangener Kunstausstellungen präsentiert. Und ab 15 Uhr spielen „Haußmann & Bantel“ unplugged, dazu gibt es Kaffee und Kuchen. Ebenfalls am 20. Januar gibt es „Kunst in der Kirche“ um 13 Uhr. Besucher des Gottesdienstes der Stadtkirche mit anschließendem Neujahrsempfang sind im Anschluss zu einer kostenlosen Führung der großen Kunstausstellung eingeladen. Und wer am 16. Januar und am 20. Februar eine öffentliche Führung in der Kunstausstellung besucht, der kann im Anschluss kostenfrei an der Führung der Nürtinger Stadtgeschichte teilnehmen. Start ist direkt an der Kreuzkirche.

Über ausstellung@nuertingen.de können sich alle Interessierten anmelden sowie über 07022 / 75-235 am Montag, Dienstag und Donnerstag von 8 bis 12 Uhr sowie von 14 bis 16 Uhr.

Weitere Infos und das Programm finden Sie hier.

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