Nürtingen Aktuell: Stadt Nürtingen

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leuchtend.
In der dunklen Jahreszeit zeigt sich Nürtingen von seiner leuchtenden Seite.
lebendig.
In über 200 Vereinen garantieren Zwei- wie Vierbeiner für abwechslungsreiche und manch tierische Begegnungen.
entdeckenswert.
Römer und Kelten besiedelten einst das Nürtinger Gebiet. Noch heute sind Spuren von ihnen sichtbar.
sehenswert.
Das Stadtbild Nürtingens und seiner Stadtteile ist durch zahlreiche Brunnen geprägt. Bei einem gemütlichen Stadtbummel eröffnen sich manch neue Perspektiven darauf.
bewegend.
Badespaß im Freibad, gemütlicher Einkaufsbummel oder Tagesausflug ins nahe Grün der Umgebung: Nürtingen ist ein idealer Ausgangspunkt für die sommerliche Freizeitgestaltung.
entspannend.
Einkaufen, Schlemmen, der nachmittägliche Kaffee mit Kuchen oder die Kugel selbst gemachtes Eis: In Nürtingens Zentrum können Sie all das ohne die Hektik einer Großstadt genießen.
lebendig.
Badespaß im Freibad, gemütlicher Einkaufsbummel oder Tagesausflug ins nahe Grün der Umgebung: Nürtingen ist ein idealer Ausgangspunkt für die sommerliche Freizeitgestaltung.
sehenswert.
Vom Turm der 48 Meter hohen Stadtkirche St. Laurentius bietet sich ein Panoramablick über die Stadt, das Neckartal und den Albtrauf.
zentral.
Das Rathaus und das Technische Rathaus mit dem Riegerhaus sind zentrale Anlaufstellen und offen für alle Belange der Bürgerinnen, Bürger sowie Besucher unserer Stadt.
sehenswert.
Zahlreiche lauschige Winkel warten darauf, von Ihnen entdeckt zu werden.
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Maientag voraus

Autor: Susanne Weisheit
Artikel vom 05.06.2015

Uralt und doch ewig jung: Von Freitag 12. bis Montag 15. Juni wird in Nürtingen der 413. Maientag gefeiert. Was ist das Geheimnis einer Tradition, die so lange lebendig geblieben ist? Beim Nürtinger Maientags ist das vermutlich die Mischung aus alten Bräuchen wie dem Maisingen, der Brotübergabe oder dem Umzug und neuen, jungen Gesichtern und Ideen. Denn gestaltet wird der Maientag – wie schon in seinen Anfängen – von den jeweils aktuellen Schülerinnen und Schülern der Stadt. Viele findet man später wieder, erst bei den Klassentreffen, dann beim Seniorennachmittag. Der Nürtinger Maientag prägt ein Leben lang.

Ganz ohne Zutun funktioniert das Traditionsfest freilich nicht, weshalb die städtischen Organisatoren immer wieder Altbewährtes auf den Prüfstand stellen und Neues ausprobieren. So auch in diesem Jahr. „Diesmal erfüllen wir einige Wünsche, die von Besuchern und Bürgern an uns herangetragen wurden“, sagt Oberbürgermeister Otmar Heirich. Das betrifft die Dekoration aber auch die Musik und die Auswahl der Fahrgeschäfte.

Nachdem im letzten Jahr der Maientag bereits am Donnerstag begonnen hat und am Sonntag endete, kehrt man 2015 wieder zum bisherigen Zeitraum Freitag bis Montag zurück. Der Maientag startet am Freitag traditionell mit dem Seniorenmaientag im Festzelt auf dem Festgelände Oberensingen. Kaffee und Kuchen spendiert der Oberbürgermeister, die Unterhaltung gestalten die Bürgermentoren. Mit dem Fassanstich durch den OB gegen 16.30 Uhr wird der Festplatz-Maientag offiziell eröffnet. Ab 18 Uhr sorgt die Partyband „die Grafenberger“ für gute Stimmung und am Abend lockt ab 20 Uhr die SWR3-Party mit DJ und Livemusik.

Draußen vor dem Zelt sorgen 20 Fahrgeschäfte und Buden für Spannung und Spaß, und wer dabei Hunger oder Lust auf Süßes bekommt, wird bei neun kulinarischen Angeboten fündig. Von Schokofrucht bis Flammkuchen und Maientagswurst reicht die Palette. Auf vielfachen Wunsch der Jugend gibt es in diesem Jahr den Breakdancer – ein wild rotierendes und rüttelndes Fahrgeschäft. Daneben dreht sich der Klassiker Kettenkarussell und boxen die Wägen beim Autoscooter. „Unser Maientags-Team mit Tanja Staudenmaier und Siegfried Pantel hat wieder eine attraktive Mischung zusammengestellt, bei der jeder etwas findet“, verspricht Bärbel-Igel-Goll, Leiterin des Amtes für Stadtmarketing, Wirtschaft und Tourismus.

Drei Neuerungen gibt es bei der Ausstattung des Festplatzes. Zum einen verschönerten die Kinder der Innenstadtkindergärten die Planen der Absperrgitter mit Fantasie und Farben. Zum zweiten bauten die Mitarbeiter des Bauhofs insgesamt 40 Bänderbäume in den Stadtfarben Blau und Gelb. Bisher wurden dafür immer frische Birken im Stadtwald geschlagen, doch deren Bestand schrumpfte stark. „Diese Lösung ist nachhaltig, schützt unseren Baumbestand und hat den Vorteil, dass wir mit den Bänderbäumen auch andere Veranstaltungen schmücken können“, so Bärbel Igel-Goll. Änderung Nummer drei dient nicht der Schönheit, sondern der Sicherheit: neue Vorschriften verlangen eine bessere Ausschilderung der Fluchtwege, weshalb die entsprechenden Schilder mehr und größer wurden.

Vom Festplatz zum Platz vor der Stadthalle: Hier steigt am Freitag um 18 Uhr die Eröffnung des Schul-Maientags mit dem Maisingen der Schulen. Fünf Schulen und die Stadtkapelle Nürtingen gestalten das musikalische Programm. Die Maientagsrede hält Gerhard Tögel, der Schulleiter der Friedrich-Glück-Schule. Und weil dies sein letzter Maientag im offiziellen Schuldienst sein wird, hat man ihn auch gleich noch als Moderator für die Wettkämpfe und Tänze am Samstag beim Festgelände gewonnen.

Der Samstag beginnt fürs Maientags-Team mit Frühaufstehen. Ein finaler Wettercheck ist angesagt, damit der Bauhof den Turm der Stadtkirche beflaggen kann zum Zeichen, dass Festumzug und Sportwettkämpfe stattfinden. Nur bei ganz miesem Wetter entfällt beides. Punkt 7 Uhr bläst die Stadtkapelle vom Turm und der Spielmannszug zieht zum Wecken durch die Straßen. Um 10.10 Uhr verkünden die Fanfarenherolde der Musikschule und Stadtkapelle unüberhörbar, dass es jetzt los geht – mit der Brotübergabe „Auf dass in der Stadt immer Brot sei“ vor dem Rathaus. Katrin Krapf und Max Jenz von der Landjugend übergeben Brot an Oberbürgermeister Otmar Heirich. Nach dem Bändertanz der Landjugend, der nach vielen Jahren jetzt wieder am Nachmittag auf der Festwiese wiederholt wird, beginnt der Umzug.

Fünf Festwagen, zehn Schulen, 1800 Schüler zwischen sechs und 12 Jahren sowie der Abitur-Jahrgang des Max-Planck-Gymnasiums gestalten einen bunten Festumzug. Die Festwagen sind unterschiedlichen Themen gewidmet, von „Feuer und Flamme“ bis zu „Ich bin dann mal weg“. Begleitet wird der fröhliche Bandwurm, der sich vom Schillerplatz bis zur Theodor-Eisenlohr-Halle durch die Stadt zieht, von acht Kapellen: Raidwanger Dorfmusikanten, Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr, Musikvereine Oberboihingen, Frickenhausen, Neckarhausen und Großbettlingen, Trachtenkapelle Reudern und erstmals die Musikschule Heilemann.

Schließlich strömt der ganze Umzug samt Zuschauern in Richtung Festgelände am Neckar. Hier zieht es die einen ins Festzelt, wo nachmittags die Klassen- und Jahrgangstreffen Wiedersehen feiern. Die einen bleiben bei den Buden hängen, die anderen schauen sich die Wettkämpfe und Tänze auf den Sportplätzen an. Hier gibt es noch einmal Musik und Bändertanz, danach lustige Staffeln rund um die Feuerwehr, einen Wettstreit der besten Kletterer und Sport-Spiel-Spaß-Wettbewerbe. Umrahmt wird das Ganze von internationalen und traditionellen Tänzen, sowie von tanzenden Kinder- und Jugendgruppen. Am Abend ist wieder Partyzeit im Festzelt und Highlife auf dem Rummelplatz.

Der Sonntag beginnt mit einem ökumenischen Gottesdienst, turnusmäßig in St. Laurentius. Im Festzelt wird ab 12 Uhr noch ein Wunsch erfüllt: Es gibt Blasmusik von den Musikvereinen Reudern, Beuren und Neckarhausen. „Der echte Nürtinger ist ein bisschen verloren gegangen auf dem Festplatz und viele haben bei all den modernen Rhythmen die traditionelle Blasmusik vermisst“, begründet Bärbel Igel-Goll.

Zum Kehraus am Montag bietet der Festplatz ab 14 Uhr vergünstigte Preise beim Kinder- und Familientag. Ein After-Work-Hock im Biergarten beschließt den diesjährigen Maientag. „Wir hoffen auf bestes Wetter, beste Stimmung und den 413. Beweis dafür, dass Tradition sehr viel Spaß machen kann“, so OB Heirich.

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kulturell.
Konzerte, Ausstellungen, Theaterstücke und Feste - Nürtingen bietet Kulturgenuss für jeden Geschmack und jedes Alter