Hölderlin im Stadtmuseum: Stadt Nürtingen

Hölderlin im Stadtmuseum: Stadt Nürtingen

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leuchtend.

In der dunklen Jahreszeit zeigt sich Nürtingen von seiner leuchtenden Seite.

strahlend.

Die Streuobstwiesen rund um Nürtingen bieten auch im Winter manch strahlenden Moment.

lebendig.
In über 200 Vereinen garantieren Zwei- wie Vierbeiner für abwechslungsreiche und manch tierische Begegnungen.
entdeckenswert.
Römer und Kelten besiedelten einst das Nürtinger Gebiet. Noch heute sind Spuren von ihnen sichtbar.
sehenswert.
Das Stadtbild Nürtingens und seiner Stadtteile ist durch zahlreiche Brunnen geprägt. Bei einem gemütlichen Stadtbummel eröffnen sich manch neue Perspektiven darauf.
bewegend.
Badespaß im Freibad, gemütlicher Einkaufsbummel oder Tagesausflug ins nahe Grün der Umgebung: Nürtingen ist ein idealer Ausgangspunkt für die sommerliche Freizeitgestaltung.
entspannend.
Einkaufen, Schlemmen, der nachmittägliche Kaffee mit Kuchen oder die Kugel selbst gemachtes Eis: In Nürtingens Zentrum können Sie all das ohne die Hektik einer Großstadt genießen.
lebendig.
Badespaß im Freibad, gemütlicher Einkaufsbummel oder Tagesausflug ins nahe Grün der Umgebung: Nürtingen ist ein idealer Ausgangspunkt für die sommerliche Freizeitgestaltung.
sehenswert.

Vom Turm der 48 Meter hohen Stadtkirche St. Laurentius bietet sich ein Panoramablick über die Stadt, das Neckartal und den Albtrauf.

zentral.

Das Rathaus und das Technische Rathaus mit dem Riegerhaus sind zentrale Anlaufstellen und offen für alle Belange der Bürgerinnen, Bürger sowie Besucher unserer Stadt.

sehenswert.

Zahlreiche lauschige Winkel warten darauf, von Ihnen entdeckt zu werden.

Herzlich Willkommen im Themenbereich
Nürtingen für
Hölderlin im Stadtmuseum

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»Was bleibet aber, stiften die Dichter«

Im Stadtmuseum wird Stadtgeschichte lebendig. Die literarische Abteilung „Hölderlin und Nürtingen“ präsentiert Familiendokumente, Auszüge aus der Pflegschaftsakte (1828-1843) und literarische Zeugnisse. Mehr Informationen unter: www.stadtmuseum-nuertingen.de

Sonderausstellung Friedrich Hölderlin. Die letzte Nürtinger Zeit.

Eröffnung: Donnerstag, 14. Mai 2020, 19 Uhr

  • Eröffnungsvortrag: Prof. Dr. Michael Franz, außerordentlicher Professor am Philosophischen Seminar der Eberhard Karls Universität Tübingen, Mitherausgeber des Hölderlin-Jahrbuchs und der Texturen-Reihe, Ehrenmitglied im Vorstand der Hölderlin-Gesellschaft
  • Ausstellungsdauer: 16. Mai bis 11. Oktober 2020
  • Öffnungszeiten: Di, Mi, Sa 14.30–17 Uhr, So 11–18 Uhr
  • Ort: Stadtmuseum, Wörthstraße 1, 72622 Nürtingen

In den Jahren 1801 bis 1804 wurde Nürtingen für Hölderlin erneut zum Lebensmittelpunkt. Nach seiner Hauslehrerstelle in Hauptwil kehrte er hierher zurück, um, unterbrochen nur von seinem Aufenthalt in Bordeaux, fast drei Jahre lang im Haushalt von Mutter und Schwester zu leben. Ab Oktober 1802 wurde der offensicht­lich psychisch Erkrankte in Nürtingen ärztlich behandelt.

Äußerlich waren diese Jahre geprägt von familiären Spannungen, Einsamkeit und beruflichem Misserfolg. Seine Übersetzungen des Ödipus und der Antigone brachten ihm harsche Kritik ein. Einige Freunde distanzierten sich von ihm, andere sorgten sich, vor allem Isaak von Sinclair, der ihn 1804 zu sich nach Homburg holte. Dennoch schrieb er in dieser Zeit wichtige Werke, arbeitete zudem an seinen Sophokles-Übersetzungen und seinen Schriften zur griechischen Tragödie. Jochen Schmidt sieht in den Jahren 1801 bis 1803 Hölderlin auf dem Höhepunkt seines Schaffens. Denn dichterisch ging Hölderlin in diesen Jahren aufs Ganze. Er wollte die absolute Dichtung, einen Gesang, der den Riss in der Schöpfung heilt. Sprachlich führt sein Werk an die Grenze des Sagbaren. Sein unglaub­lich hoher Anspruch an sich selbst wurde von Zeitgenossen, exemplarisch im Bericht des Nürtinger Bürgermeisters Volz, als »zu vieles Geistes Anstrengung« gedeutet.

Die Ausstellung beleuchtet diese Lebensphase im Kontext von Stadt und Familie, Frauen und Freundschaften, Dichtung und heimischer Landschaft. Wie letztere ihm als Inspiration diente, geht aus einem Brief hervor, den er am 2. Dezember 1802 an Casimir Ulrich Böhlendorff schrieb: »Die heimatliche Natur ergreift mich auch umso mächtiger, je mehr ich sie studiere.«

 
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