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Bauausschuss 17.04.2012

Information über hydraulische Berechnungen zur Neckar-Hochwasserentwicklung

bei unterschiedlichen Retentionsräumen im Bereich des Wörth-Areals

 

 Präsentation vom 17.04.2012

 

 

Informationsveranstaltung in der Stadthalle K3N vom 08.12.2011

 Präsentation der Informationsveranstaltung vom 08.12.2011

     (einschließlich Hinweisen aus der Veranstaltung)

 Finanzkalkulation vom 27.07.2011

 

   

Bebauungsplan "Wörth östlich" (PB 104.09)

1. „Runder Tisch“ Wörth am 15.04.2011

Am Freitag, den 15.04.2011, fand im evangelischen Gemeindehaus Laurentius in der Nürtingen Innenstadt zum ersten Mal ein „Runder Tisch“ statt. Über ihre Vorstellungen zur möglichen Nutzung des Wörth-Areals diskutierten dabei Bürger, das Forum Wörth, Gemeinderäte und die Stadtverwaltung.

 

 

Um dem Anspruch einer umfassenden Bürgerbeteiligung gerecht zu werden, konnten alle Nürtinger Bürgerinnen und Bürger eine Skizze zur Nutzung des Wörth-Areals erstellen. Hierfür stellte die Stadt folgende Plangrundlagen zum Herunterladen zur Verfügung:

 

Unterlagen zum Herunterladen:

  Lageplan

  Luftbild

  Luftbild als Planungsgrundlage

 

 

Die Skizzen und konstruktiven Vorschläge zur Nutzung des Wörth-Areals konnten als Email oder postalisch an das Planungsamt gesandt werden:

 

Technisches Rathaus

Planungsamt

E-Mail: planungsamt.stadt(at)nuertingen.de

Marktstraße 1

72622 Nürtingen

 

Beim 1. Runden Tisch wurden folgende Präsentationen gezeigt:

Präsentation des Forums Wörth

 RT-1-PPT-FW

 

Präsentation des Planungsamtes

 RT-1-PPT-PLA

 

Fotodukumentaion zu den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie den erarbeiteten Zielen und möglichen Maßnahmen

 RT-1-Bilder-Stellwände

 

 Protokoll zum 1. Runden Tisch am 15.04.2011

 

 

 

2. "Runder Tisch" Wörth am 01.06.2011

Der zweite "Runde Tisch" zum Wörth-Areal fand am 1. Juni 2011 im Panoramasaal der Stadthalle statt. Zu Beginn wurden von interessierten Bürgerinnen und Bürgern erstellte Planvarianten vorgestellt.

   Planungsalternativen

 

 

Eine Aufarbeitung unterschiedlicher Nutzungskonzepte für das Wörthareal wurden von Frau Janine Höhne, Studentin der Stadtplanung an der Fachhochschule Nürtingen.Geislingen. für das Forum Wörth präsentiert.

    Visualisierung Planungshilfe FH

 

 

Die Belange des Hochwasserschutzes wurden von Herrn Richard Zweig als externer Experte, beim Regierungspräsidium Stuttgart zuständig für das Thema Hochwasserschutz, vorgetragen.

   Hochwasserschutz Wörthareal

 

 

Der Stadtkämmerer Herr Walter Gluiber legte zu vier verschiedenen Planungsszenarien eine Darstellung der finanziellen Folgen vor.

 0% Variante   50% Variante   70% Variante  

 100% Variante

 

   Darstellung Finanzen

 

 

Ein weiterer Beitrag seitens der Verwaltung wurde von Herrn Michael Paak vorgetragen. Der Wohnraumbedarf von Nürtingen bis zum Jahr 2020 wurde anhand des Datenmaterials des statistischen Landesamtes Baden.Württemberg und den Vorgaben des Regionalplanes Stuttgart nachvollziehbar hergeleitet.

    Wohnraumbedarf

 

 

 

    Protokoll zum 2. Runden Tisch am 01.06.2011

    Beantwortung der Fachfragen vom    

         2. Runden Tisch 17.06.2011

    Nachgereichte Planungsvarianten 

 

 

 

3. "Runder Tisch" Wörth am 27.06.2011

Der 3. - und letzte - "Runde Tisch" zur zukünftigen Nutzung des Wörthareals fand am 27. Juni 2011 im Panoramasaal der Stadthalle K3N statt. 

    

  Tagesordnung und Teilnehmerliste für den 3. Runden Tisch

          am 27.06.2011

   Protokoll zum 3.Runden Tisch am 27.06.2011

  

Die Teilnehmer des 3. Runden Tisches formulierten drei Empfehlungen an den Gemeinderat: Erstens, eine geringere Bebauung mit einem stärkeren Schwerpunkt auf qualitativen Gestaltungsaspekten des Areals; zweitens, die Entwicklung eines Stadtplanungskonzeptes unter Einbezug der Bürger, in dem ökologische, soziale und ökonomische Erfordernisse umgesetzt werden; drittens, es soll unter Einbezug der Bürgerinnen und Bürger ein Konzept für eine effiziente und effektive Bürgerbeteiligung über den Prozess des Runden Tisches hinaus erarbeitet werden.

  

  Empfehlungen des 3. Runden Tisches an den Gemeinderat

 

 

 

Beschluss des Gemeinderats vom 26.07.2011

 

1.    Der Gemeinderat nimmt die Ergebnisse des
       Runden Tisches zur Kenntnis.

2.    Der Gemeinderat beschließt die Planungsalternative
       der Verwaltung vom 04.07.2011 unter Einarbeitung
       der Reduzierung des Mehrgenerationenhauses als
       Planinhalt, der dem weiteren Bebauungsplanverfahren
       zugrunde gelegt wird.

 

       Die Planungsalternative vom 04.07.2011 beinhaltet insbesondere

  • Verzicht auf das Punkthaus im südöstlichen Plangebiet zu Gunsten der Erweiterung des Museumsplatzes
  • Vergrößerung der öffentlichen Freifläche (Spielwiese) im nordöstlichen PlangebieT
  • Reduzierung der Geschosszahl bei den Neckarvillen von fünf auf vier Geschosse, wobei das vierte Geschoss als Staffelgeschoss ausgebildet wird
  • Verbreiterung des Fuß- und Radweges am Neckar durch Verschieben der Neckarvillen in südöstliche Richtung (möglich durch geringere Abstandflächen infolge reduzierter Geschosszahl)
  • Vergrößerung des gestaltbaren Freibereiches an der Steinachmündung durch Dehnung des Kurvenradius des Fuß- und Radweges (möglich durch Punkt b.)
  • Neugestaltung einer ca. 3.000 m² großen, südwestlich an den Ruderclub angrenzenden Fläche als Spielplatz mit abgetrenntem Bolzplatz

3.   Die Verwaltung wird beauftragt, einen Bebauungsplan-
      entwurf auf Basis der Planungsalternative vom 04.07.2011
      unter Einarbeitung der Reduzierung des Mehrgenerationen-
      hauses auszuarbeiten. Des Weiteren  sind für die Planungs-
      alternative vom 04.07.2011 eine Kostenberechnung
      hinsichtlich Hochwasserschutzanlage, Erschließungs-
      anlagen sowie Herstellung der Platz- und Freianlagen
      (Leistungsphase 3) zu erstellen. Diese Unterlagen
      (Bebauungsplanentwurf und Kostenberechnung)
      sind dem Gemeinderat zur Beschlussfassung
      vorzulegen. 

 

 

Rückblick

Das Wörthareal liegt am südwestlichen Rand der historischen Altstadt von Nürtingen und wurde bis Ende des letzten Jahrhunderts überwiegend gewerblich genutzt.

 

 

 

Aufgegebene Nutzungen und mehrfache Eigentümerwechsel führten zu mangelnde Instandhaltung und Leerständen und damit zu einem städtebaulichen Missstand:

 

  

 

 

Die Stadt bemühte sich daher, für das Wörthareal als Gebiet mit besonderem städtebaulichem Entwicklungsbedarf Fördermittel zu erhalten und wurde 2005 ins Landessanierungsprogramm von Baden-Württemberg aufgenommen.

 

Dem Fördermittelantrag für das Wörthareal lag ein Planungskonzept zugrunde, das eine Umnutzung der Gewerbebrache in eine verdichtete Wohnbebauung vorsah. Das für diese Umstrukturierung angesetzte Investitionsvolumen betrug 1,5 Mio. Euro. Das Land stellte 60% dieses Gesamtinvestitionsvolumens - also 900.000 Euro - bereit, um auf dem Wörthareal ein innerstädtisches Wohngebiet zu entwickeln.

 

 

Sowohl die Aufnahme ins Landessanierungsprogramm als auch das Sanierungsziel waren von den gemeinderätlichen Gremien sanktioniert.

 

 

Die erhaltenen Fordermittel in Höhe von 900.000 Euro wurden von der Stadt ausgegeben um Altlastenuntersuchungen vorzunehmen sowie die Grundstücke Wörthstraße Nrn. 2, 2/1, 4, 6 und 8 zu erwerben und die damals bestehenden Gebäude abzubrechen.

  

 

 

Im Jahr 2007 hat die Stadt die Grundstücke auf dem Wörthareal zum Verkauf ausgeschrieben, um sie an einen geeigneten Investor zu veräußern. Die festgelegten Sanierungsziele – d. h. Schaffung von innerstädtischem verdichtetem Wohnraum – sollten dabei berücksichtigt werden.

 

Um dieses zu garantieren, wurde ein Verfahren gewählt, bei dem sichergestellt war, dass der zukünftige Investor fachlich und wirtschaftlich zur Realisierung der geplanten Neubebauung in der Lage ist. In dem sog. Erwerberauswahlverfahren wurde mit der Bewerbung ein konkreter Bebauungsvorschlag für verdichtetes Wohnen auf dem Wörthareal und eine Kaufpreisangabe für die Grundstücke gefordert.

 

Da die Umsetzung der beschlossenen Sanierungsziele an zeitliche Fristen gebunden ist, war dies eine solide Vorgehensweise, um unterschiedliche Planungskonzepte zu erhalten und darüber hinaus auch die anschließende Umsetzung der eingereichten Bebauungsvorschläge zu gewährleisten.

 

Die eingegangenen Bewerbungen und Unterlagen wurden anonymisiert von einer unabhängigen Beurteilungskommission, die aus Vertretern von Politik, Verwaltung und externen Fachplanern bestand, bewertet.

 

 

Insgesamt wurden fünf eingegangene Bebauungsvorschläge ohne Kenntnis der Bewerberidentität bewertet.

  • Vorschlag 1      
  • Vorschlag 2      
  • Vorschlag 3      
  • Vorschlag 4     
  • Vorschlag 5     

Die Vorstellung der Wettbewerbsergebnisse im Gemeinderat folgte im Februar 2008. Der Gemeinderat folgte der Entscheidung der Bewertungskommission und bestätigte den ausgewählten Siegerentwurf Nr. 1004, der von der Siedlungsbau Neckar-Fils und HKPE Hofkammer Projektentwicklung GmbH mit der Project GmbH eingereicht worden war.

  

 

 

 

 

In den Jahren 2008 und 2009 fanden aufwändige Untersuchungen auf dem und für das Wörthareal statt, die Voraussetzung für die planungsrechtliche Konkretisierung der geplanten Bebauung in Form eines Bebauungsplans war. Untersuchungen zu Lärmschutz, Artenschutz, Altlastenverdachtsflächen, Hydrogeologie, Hochwasserschutz, Baugrund, Grundwasserschutz, Dammaufbau und Erschließung stellten die unterschiedlichen Belange der Planung auf eine solide Basis.

 

Im März 2010 hat der Bauausschuss den Aufstellungsbeschluss für das Bebauungsplanverfahren „Wörth östlich gefasst. und im Oktober 2010 hat der Bauausschuss den Planinhalt des Bebauungsplanentwurfs vom 04.10.2010  sanktioniert und die öffentliche Auslegung der Planunterlagen beschlossen.

 

Die geplante Wohnbebauung auf dem Wörth-Areal hat in Teilen der Bevölkerung und des Gemeinderats zu vielfältigen Diskussionen geführt. Aus diesem Grund veranstaltet die Stadt am 15.04.2011 einen öffentlichen „Runden Tisch“. Bei diesem sollen sich Bürger, Interessensgruppen, Politik und Verwaltung gemeinsam ein Bild von den Rahmenbedingungen der bisherigen Planung erarbeiten und je nach Erfordernis alternative Planungsvarianten identifizieren, und bewerten.

 

Die Stadt bedankt sich in diesem Zusammenhang bei allen Bürgerinnen und Bürger, die viel Zeit und Energie investieren, um Nürtingen zukunftsfähig zu gestalten.