Meldung
26.07.2010
Nürtingen startet lokalvernetzte Lernlandschaften aller GenerationenDemnächst startet in Nürtingen das Projekt "Lokalvernetzte Lernlandschaften aller Generationen", das vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge auf drei Jahre finanziert wird. "Wir sind sehr glücklich darüber, dass wir den Zuschlag bekommen haben", freut sich Oberbürgermeister Otmar Heirich. "Unsere 25-seitige Projektkonzeption hat überzeugt." Der Verein Gemeinsinn e.V, Träger der freien Jugendhilfe, übernimmt in Zusammenarbeit mit der Stadt Nürtingen eine koordinierende Funktion für das Projekt. Ob regional, kommunal oder lokal: Lernlandschaften umfassen alles Aspekte des Lernens. "Ziel des Projektes ist es, die vielfältigen an der Integration beteiligten Stellen in der Stadt zusammen zu führen, die eine ressourcenorientierte Förderung verschiedener Zuwanderer-Generationen, vor allem Jugendlicher, ermöglichen", erläutert Bürgermeister Rolf Siebert, der Vorsitzender von Gemeinsinn e.V. ist.
Die Lernlandschaften sind das optimale Verbindungsstück zwischen dem Bürgertreff, dem TREFF interkulturell, dem interkulturellen Forum, dem interkulturellem Rathausteam, dem Kultur-, Schul- und Sportamt mit dem städtischen Jugendreferat, dem Jugendmigrationsdienst Nürtingen, dem Haus der Familie, dem Peer-Paten-Programm, dem Bürgermentorenprogramm, dem Nürtinger Integrationsprojekt Stadtteilmütter/-paten machen's vor, den Migrantenselbstorganisationen, den Kirchengemeinden, dem Internationalen Koordinierungskreis Nürtingen, verschiedener Stadtteilinitiativen und weiterer am Thema beschäftigter Einrichtungen.
Hinter dem Projekt steht die Idee, das interkulturelle Mentoren-Tandems und Jugendliche gemeinsam ihren Alltag gestalten. Die Mentoren begleiten die Jugendlichen in ihrem Berufs- und Selbstfindungsprozess. Gemeinsam werden Projekte geplant, vorbereitet und durchgeführt. Für die Umsetzung ist die Einrichtung von Generationen-Cafés geplant, beispielsweise in der Stadtbücherei, kommunale Räume des Miteinander-voneinander-Lernens, der Bildung und der Sozialisation für Jugendliche, Erwachsene und Senioren, Zuwanderer und Einheimische. Das Projekt richtet sich vor allem an Jugendliche der Klassen 7 bis 9 mit Migrationshintergrund, als Mentoren kommen Menschen aller Generationen in Frage.
Die vernetzten Lernlandschaften sollen die Talente und Fähigkeiten Jugendlicher mit Migrationshintergrund stärken, Räume des Miteinander-voneinander-Lernens schaffen sowie ein interkulturelles Stadtleben aller Generationen ermöglichen. Das auf drei Jahre ausgerichtete Projekt wird mit rund 155.000 Euro gefördert. Die Projektanlaufstelle ist im Nürtinger Rathaus.
"Wir fangen hier in Nürtingen nicht bei Null an", so Katrin Fehrle vom Fachbereich interkulturelle Arbeit. "Wir können auf die verschiedensten Initiativen zurück greifen und vernetzt arbeiten." Jährlich sollen bis zu 55 Jugendliche aus drei Nürtinger Schulen betreut und begleitet werden. Ihnen werden zirka 16 Mentoren an die Seite gestellt. Auch die Eltern der Hauptschüler sollen ins Projekt integriert werden. |
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