Stadtgeschichte

6./7. Jahrhundert
Herkunft des Ortsnamens (Niuwirit-ingen: "bei den Leuten des Niuwirit") und Reihengräberfunde weisen Nürtingen als frühe alemannische Siedlung aus.
1046
Erste urkundliche Erwähnung Nürtingens (König Heinrich III. schenkt dem Domkapitel Speyer die "curtis nomine Niuritingin".)
Um 1335
Erhebung Nürtingens zur Stadt durch die Grafen von Württemberg; Nürtingen wird Sitz eines Amtes.
Seit 1421
Sitz württembergischer Witwen im (1770/73 abgebrochenen) Nürtinger Schloss bis ins 17. Jahrhundert.
1526
Errichtung des Spitals, das bald zum reichsten im Herzogtum Württemberg wird.
1602
Erster Nachweis eines Maienfestes der Schüler, Vorläufer des bis heute begangenen Nürtinger Maientages.
1634
Eroberung und Verwüstung der Stadt im Dreißigjährigen Krieg. Der anschließenden Pest fällt die Hälfte der Einwohnerschaft zum Opfer.
1750
Ein Stadtbrand zerstört 133 Gebäude der Stadt. Der anschließende Wiederaufbau prägt bis heute stark die Innenstadt Nürtingens.
1783/84
Friedrich Hölderlin und Friedrich Wilhelm Joseph Schelling besuchen die renommierte Nürtinger Lateinschule.
1783
Gründung der ersten württembergischen Realschule in der Stadt.
1816
Anfänge des ersten Industriebetriebes. Erst ab den 1880er Jahren jedoch Durchbruch der Industrie auf breiter Front (Strickwaren, Maschinenbau, Holz- und Korkwaren, Zementwerk).
1919
Eingemeindung von Oberensingen.
1948
Durch die Aufnahme zahlreicher Heimatvertriebener Erhöhung der Einwohnerzahl Nürtingens von 10.000 (1936) auf fast 17.000.
Ab 1966
Bau des neuen Stadtteils Roßdorf (heute mehr als 4.000 Einwohner).
1973/74
Eingliederung von Hardt, Neckarhausen, Raidwangen, Reudern und Zizishausen.