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Mentoren im Rathaus

  

Nürtinger Verwaltungsspitze informiert über aktuelle Themen

  

NÜRTINGEN (nt). Vor Kurzem traf sich die Nürtinger Verwaltungsspitze mit den Nürtinger Bürgermentoren zur Frühjahrsrunde. Technischer Beigeordneter Andreas Erwerle führte die Gruppe zunächst durch das neue Technische Rathaus, denn das gehört zum Mentorat dazu, sich innerhalb der Verwaltung gut auszukennen und zu wissen, wo die Ansprechpartner in der Verwaltung sitzen.

  

Oberbürgermeister Otmar Heirich und Bürgermeister Rolf Siebert begrüßten danach die 30 Mentoren, um mit ihnen im Bürgertreff aktuelle Themen anzusprechen. Der OB ging auf die prekäre finanzielle Situation der Stadt ein. Der Weg, die Bürger frühzeitig zu informieren, erweise sich als richtig. Heirich machte keinen Hehl daraus, dass auch die kommenden Jahre nicht gerade rosiger werden, und setzte auch in diesem Zusammenhang auf die wichtige Funktion der Mentoren. Klar zeigte Heirich aber auch auf, dass das Bürgerengagement nicht die Sparbüchse für unerfüllte Wünsche darstelle. Es gebe aber Bereiche, wo mehr denn je Bürger als „Koproduzenten“ einspringen werden. Als Beispiel wies Heirich auf die gelungene Zusammenarbeit im neuen i-Punkt im Rathaus hin, der am Wochenende von Bürgermentoren geöffnet wird.

  

Daraus entspannte sich eine lebendige Diskussion, die deutlich machte, in wie vielen Projekten die Mentoren zwischenzeitlich in der Stadt aktiv sind. Es sind über 100 Projekte, die sichentwickelt haben. Dazu gehören auch die 15 Beteiligungsforen, in denen Bürger zusammen mit Verwaltungspaten und Gemeinderäten an kommunalen Fragen arbeiten. Mentoren sind dabei Brückenbauer zwischen den unterschiedlichen Positionen, sie vermitteln und bringen gemeinsam mit Verwaltungspaten und Gemeinderäten sinnvolle Projekte auf den Weg. Diese Foren erhalten zukünftig mehr Gewicht und werden in der Geschäftsordnung des Gemeinderates festgeschrieben.

  

Kulturbürgermeister Rolf Siebert machte deutlich, dass gerade auch im kulturellen Bereich in diesen schwierigen Zeiten es nicht darum gehen kann, nur zu sparen, sondern auch neue Ideen und Initiativen wie „Kultur für alle“ mehr denn je gefragt wären.

  

Hannes Wezel kündigte an, dass in Nürtingen ab Juni drei Plätze für den Freiwilligendienst aller Generationen zusammen mit der Samariterstiftung eingerichtet werden. Am 11. Juni findet die Nürtinger Sozialkonferenz zum Thema „Betroffen sein und beteiligt werden“ in Kooperation zwischen Stadt und Samariterstiftung statt. Bürgertreff-Bildungsreferentin Katrin Fehrle bereitet für den Herbst bereits den nächsten Mentorenkurs vor.

  

Interessenten für die Mentorenausbildung können sich unter Telefon (0 70 22) 7 53 67 informieren.

  

Quelle: © Nürtinger Zeitung vom 22.05.2010